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Corona

09.12.2020

Die Regeln werden verschärft

Im Landkreis Neu-Ulm gibt es einen weiteren Todesfall. Das gilt jetzt ab Mittwoch

Es gibt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Corona im Landkreis Neu-Ulm: Das Landratsamt meldet den Tod einer 58 Jahre alten Person. Damit erhöht sich die Zahl der im Landkreis Neu-Ulm mit oder an Corona gestorbenen auf 37. Erstmals ist die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis wieder knapp unter 200 gefallen: Sie liegt bei 197,5, meldet das Robert-Koch-Institut. Insgesamt sind 2835 bestätigte Fälle gemeldet. 304 Personen sind in Quarantäne.

Auf den Übersichtsseiten zu den Corona-Fallzahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab es sogenannte Datenbereinigungen, welche über die Gesundheitsämter immer mal wieder vorgenommen werden. Deshalb ist die Gesamtzahl der bestätigten Fälle im Vergleich zum Vortag gesunken, heißt es aus dem Landratsamt. Dabei wurde die Gesamtzahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Corona-Pandemie überprüft und alle gemeldeten Fälle noch einmal nachbearbeitet, eventuelle Dopplungen bei Fällen bereinigt und mit den regelmäßigen Aktualisierungen abgeglichen.

Neu in Quarantäne aufgrund eines bestätigten Falles befindet sich eine Klasse in Neu-Ulm. Damit sind aktuell insgesamt acht Gruppen aus sechs Kindertageseinrichtungen ( Bellenberg, Illertissen und Neu-Ulm) und 20 Klassen an 13 Schulen ( Altenstadt, Illertissen, Nersingen, Neu-Ulm, Senden, Vöhringen, Weißenhorn) in Quarantäne.

Auch im Landkreis Neu-Ulm richteten sich am Dienstag die Blicke nach München: Die Entscheidung des Landtags über eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen hat auch Auswirkungen auf die Region. Der Landkreis hatte in den vergangenen Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Fällen pro 100 000 Einwohnern mehrmals überschritten und war – trotz des Rückgangs am Dienstag auf 197,5 l – nicht sieben Tage in Folge unter dem Wert von 200 geblieben. Im Landratsamt ging man deshalb bereits vor der Entscheidung des Landtags davon aus, dass ab Mittwoch, 9. Dezember, in der Zeit von 21 bis 5 Uhr das Verlassen der eigenen Wohnung nur zulässig ist, wenn ein triftiger Grund vorliegt.

Bereits am Dienstagnachmittag stand fest, dass Distanzunterricht an allen beruflichen Schulen sowie ab der Jahrgangsstufe acht stattfindet. Ausgenommen sind die Förderschulen und das letzte Schuljahr der jeweiligen Schulart. Von der ersten bis zur siebten Jahrgangsstufe werde an allen Schulen der Präsenzunterricht beibehalten. Das Staatliche Schulamt hatte die jeweiligen Schulleitungen hierzu informiert.

Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls wird die bisherige Koordinierungsgruppe Corona wieder als erweiterte Führungsgruppe Katastrophenschutz (e-FüGK) im Landkreis zusammenkommen. Deren Vertreter hatten sich in den vergangenen Monaten nach dem Ende des ersten Katastrophenfalls als Koordinierungsgruppe Corona getroffen. Ihr gehören neben Verantwortlichen des Landratsamtes auch Vertreter der Kliniken, der niedergelassenen Ärzte, der Hilfsorganisationen, des Staatlichen Schulamts, der Kommunen und weitere Beteiligte an.

Bundesweit hat die Polizei am Montag im Zeitraum zwischen 7 und 22 Uhr die Einhaltung der Maskenpflicht kontrolliert. Auch die Dienststellen des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West beteiligten sich an dieser Schwerpunktkontrolle, die hauptsächlich im Öffentlichen Personennahverkehr und an öffentlichen Plätzen stattfand. Insgesamt stellten die Beamten bei diesen Kontrollen eine hohe Akzeptanz für die Maskentragepflicht fest, heißt es in der Bilanz des Polizeipräsidiums. Sowohl im Bereich des ÖPNV, als auch an öffentlichen Plätzen mit Maskentragepflicht seien nur vereinzelt Personen angetroffen worden, die die Mund-Nase-Bedeckung falsch oder gar nicht getragen hatten. Die Maskentrageverpflichtung wurde zu 95 Prozent umgesetzt, so ein Polizeisprecher. Dennoch mussten im Rahmen der Kontrollen 106 Verstöße geahndet werden. Im Bereich des ÖPNV wurden 28 Personen ohne oder mit falsch aufgesetzter Mund-Nase-Bedeckung angetroffen, an sonstigen öffentlichen Plätzen mit Maskentrageverpflichtung waren es 78. (rjk/az)

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