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Unterroth

21.03.2019

Die Rothufer in Unterroth werden weiter saniert

Direkt am Grundstück von Adalbert Vill in Unterroth fließt die Roth vorbei. Er zeigt Flussbettaufweitungen, wo der Fluss zu mäandern beginnt.
Bild: Regina Langhans

Der Unterrother Gemeinderat hat mehrere Maßnahmen geplant. Außerhalb des Orts soll sich der Fluss ausbreiten können.

Eine Fortsetzung der Rothufersanierung und Ausgleichsflächen im Bereich des Baggersees sind die Maßnahmen, die der Gemeinderat für den Gewässerentwicklungsplan 2019 bis 2021 festgelegt hat. Gemeinsam mit einer Landschaftsarchitektin wurden die Arbeiten vorbesprochen. Dafür stellt die Kommune 30000 Euro bereit.

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Auf seltene Muscheln soll Rücksicht genommen werden

Die Maßnahmen verteilen sich auf drei Jahre, wobei die Uferarbeiten im Winter, möglichst bei gefrorenem Boden, stattfinden sollen. So ist geplant, über den Zeitraum 2019/20 die Rothufer südlich der Brücke über den Bergenstetter Weg zu sanieren. Dort hat sich die Roth bereits kurvenreich ausgebreitet, besonders im Einmündungsbereich des Mühlhölzle-Grabens. An beiden Seiten grenzen Privatgärten an, wobei sich ein Haus sehr nah am Ufer befindet. Die Verlandungen, also Stellen an denen sich so viel Erde in der Roth gesammelt hat, dass das Wasser weitgehend zurückgedrängt wurde, sollen bleiben. Die ausgewaschenen Stellen sollen je nach Erfordernis mit Wasserbausteinen oder speziellem Flechtwerk – sogenannten Faschinen – befestigt werden.

Vor Beginn der Arbeiten werde das Vorkommen der geschützten Bachmuscheln geprüft, so die Landschaftsarchitektin. Auf die Muscheln werde dann Rücksicht genommen, was allerdings die Kosten erhöhen könnte. Bürgermeister Gerhard Struve sagte: „Das Ziel ist, im Ort die Ufer zu befestigen und außerhalb dem Flüsschen mehr Raum zu geben.“ Der Rat der Landschaftsexpertin dazu: Die Ufer nach oben abflachen. Zum einen könne sich die Roth bei Hochwasser etwas ausbreiten und bei normalem Wasserstand ließen sich die Flächen extensiv bewirtschaften.

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Sogenannte Buhnen sollen Lebensraum für kleine Wasserbewohner bieten

Weiterhin sind Verbesserungen bei der Flutmulde an der Roth unterhalb des Kindergartens angedacht. Der Überlauf soll tiefer gelegt werden, sodass die Fläche nicht nur bei Hochwasser überflutet, sondern länger feucht bleibe. Das Ufergebüsch wird zurückgeschnitten. Durch das ins Wasser ragende Wurzelwerk entstünden sogenannte Buhnen. Kleine Wasserbewohner würden von den winzigen Inseln profitieren.

Am nördlichen Ortsrand sollen Ausgleichsflächen für das 2017 errichtete Gewerbegebiet angelegt werden. Angedacht ist, die kleinen Teiche in Nähe des Badesees mit einzubeziehen und später vielleicht zwei Areale zu verbinden. Um den Erlenbestand vor dem dort agierenden Biber zu bewahren, sollten die Wurzelstöcke mit Maschendraht geschützt werden. Dem Nager blieben noch die vorhandenen Weiden.

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