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Illertissen

17.04.2019

Drei Fischer und das große Räuchern in Illertissen

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Josef Dreiseitel (links), Helmut Schütte (Mitte) und Artur Linich vom Fischereiverein Illertissen-Dietenheim sind ein eingespieltes Team. Die frisch geräucherten Forellen sollen am Gründonnerstag in Dietenheim verkauft werden.

Plus Wie sich die Mitglieder des Fischereivereins Illertissen-Dietenheim auf ihren großen Forellenverkauf vorbereiten. Außerdem geben sie Tipps, wie man den Fisch am besten genießt.

Der Räucherraum des Fischereivereins Illertissen-Dietenheim liegt gut versteckt: hinter der Garage eines Vereinsmitglieds, mitten in Illertissen. Schon früh am Morgen steigt von dort weiß-gräulicher Rauch aus einem Schornstein empor. Ansonsten weist von außen nichts darauf hin, dass sich hier der Fischereiverein auf seinen Forellenverkauf am heutigen Gründonnerstag vorbereitet und das Räuchern in vollem Gange ist: Im Laufe des Tages sollen rund 500 Fische zubereitet werden.

Drinnen sieht das schon ganz anders aus. Beißender Rauch steigt einem sofort entgegen, Josef Dreiseitel, Helmut Schütte und Artur Linich sind in der engen Küche eifrig bei der Arbeit. Mitten im Qualm, der durchaus penetrant werden kann. „Wir müssen schon das ein oder andere Mal nach draußen gehen“, sagt Dreiseitel grinsend. Aber man gewöhne sich recht schnell an die rauchige Luft. „Der Räucherraum ist ein absoluter Glücksgriff“, sagt Dreiseitel. Hier habe man seine Ruhe und eine gute Ausstattung: Der Ofen sei recht modern, vor nicht allzu langer Zeit wurde er umgebaut, seitdem wird er mit Gas anstatt mit Holz betrieben. „Das macht es für uns schon um einiges einfacher“, meint Dreiseitel.

Fischereiverein Illertissen-Dietenheim: 100 Forellen werden gleichzeitig geräuchert

Schnell wird klar: Dreiseitl, Schütte und Linich sind ein eingespieltes Team. Seit vielen Jahren räuchern die drei Fischer vor dem Osterfest gemeinsam Forellen. Die Aufgaben hat das Trio klar verteilt: Dreiseitel und Schütte hängen die rohen Forellen am Gestänge zum Trocknen auf, während Linich immer wieder einen Blick in den großen Ofen wirft. In diesem wird seit rund zwei Stunden die erste Fuhre – etwa 100 Forellen – geräuchert und sollte bald fertig sein. „Die sind noch zu blass“, ruft Linich seinen Kollegen zu, schließt die Tür wieder und lässt den dunkelgrünen Vorhang fallen. In der Früh dauere das Räuchern immer ein wenig länger, erklärt Linich. Der Ofen müsse erst auf Betriebstemperatur kommen: Die Forellen werden idealerweise bei 80 Grad geräuchert.

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Die Zeit kurz vor dem Osterfest sei für ihn und seine Kollegen schon stressig, sagt Dreiseitel. Tags zuvor hätte man die Forellen bereits bei einem Fischzüchter abgeholt, danach geputzt und in eine Lauge, bestehend aus Salz, Knoblauch und anderen Gewürzen, eingelegt.

Man müsse sich bei einem professionellen Züchter bedienen: In den Gewässern des Fischereivereins würden bei Weitem nicht genügend Forellen leben. Und die Nachfrage wird immer größer: „Die gute Qualität unserer Forellen hat sich herumgesprochen. Wir könnten weitaus mehr Forellen verkaufen“, so Dreiseitel. Mit nur einem Räucherofen sei eine größere Anzahl als 500 Stück allerdings nicht zu stemmen.

Am Räuchertag wird es meistens spät

Am Mittwochmorgen haben sich die drei Fischer um 6 Uhr in der Früh getroffen: „Und am Räuchertag kommen wir vor Abend nie nach Hause“, sagt Dreiseitel. Doch die Mühe sei es wert: „Die Leute sind begeistert von unseren Forellen.“

Um kurz nach 9.30 Uhr ist es am Räuchertag dann endlich so weit: Die ersten 100 Forellen sind fertig. Dreiseitel hängt die Fische zum Auskühlen an das Gestänge. Und danach könnten die Forellen eigentlich auch schon auf dem Teller landen. Die Salzlauge sorgt laut Dreiseitel für genügend Würze: „Ich persönlich empfehle, nur Meerrettich und ein Stück Brot zum Fisch zu servieren. Das reicht völlig aus.“

Verkauf: Der Verein bietet seine Forellen am Gründonnerstag ab 9 Uhr in Dietenheim an der Zufahrt zum Rewe-Markt an.

Rechtzeitig zu Ostern sind die Bienen aus dem Winterquartier zurück in Illertissen. Mehr dazu, lesen Sie hier: Es summt wieder im Bienenmuseum

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