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Egerländer Heimatmuseum
25.09.2011

Verlorenes und Bewahrtes

Anhand der alten Dinge werden Erinnerungen wach und die Besucher kommen miteinander ins Gespräch. Emilie Asam (vorne) weiß zu allem eine Geschichte.
3 Bilder
Anhand der alten Dinge werden Erinnerungen wach und die Besucher kommen miteinander ins Gespräch. Emilie Asam (vorne) weiß zu allem eine Geschichte.
Foto: Fotos: lor

Über 200 Besucher am Tag der offenen Tür

Illertissen Museumsbesuche haben etwas mit Rückschau zu tun, was im Fall des Egerländer-Elbogener Museums in Illertissen aber noch mehr bedeuten kann. Anlässlich des Tags der offenen Tür waren es gut 200 Besucher, die sich aus unterschiedlicher Motivation heraus von Kulturwartin Emilie Asam an den gehüteten Schätzen im Alten Adler vorbeiführen ließen.

„Schei is dau“, war da der eindeutige Ausruf einer Egerländerin zu vernehmen, die offenbar zum ersten Mal die auf vier Räume, darunter den großen Saal, verteilten Ausstellungsstücke sah. Diese bestehen zum einen aus Büchern, Schriften, Urkunden, Bildern, darunter Darstellungen der Maler Josef Paulus und E. Lochschmidt von Illertissens Partnerstadt Elbogen.

Aber auch eine farbenprächtige Sammlung mit Trachten der verschiedenen Orte im Egerland ist ausgestellt, dazu kostbares Porzellan und Geschirr sowie handgearbeitete Tisch- und Bettwäsche in verschiedenen Techniken. Angesichts der Spitzentaschentücher bleibt Dritte Bürgermeisterin Gabriele Weikmann-Kristen zur näheren Betrachtung stehen und erinnert sich ihrer Mutter: „Hast du ein Taschentuch dabei?“, habe sie immer gefragt. Wenn sie heute ihren Kindern damit komme, lautete die Antwort, „Ja, ich habe schon mein Tempo.“ Ein Anlass für Emilie Asam, Kurioses aus der Geschichte des Taschentuchs zu erzählen, das in früheren Jahrhunderten Statussymbol war oder gar geheime oder erotische Botschaften übermittelte. Somit also weitaus wichtigeren Aufgaben vorbestimmt als nur den Naseninhalt aufzunehmen, hatten es unsere Vorfahren kunstvoll bestickt, mit Häkel- oder Klöppelspitzen eingefasst.

Kinderbettbezug zu Zeiten von Kaiserin Sissi

Passend zum Thema der Ausstellung über selbst gemachte Tisch- und Bettwäsche gab es unter anderem einen Kinderbettbezug aus der österreichischen Kaiserzeit mit schöner Häkelspitze zu sehen sowie eine Hochzeitsbettdecke, eine Art Überwurf. In heutiger Zeit würde sich das kunstvoll im Patchworkstil zusammengenähte Tuch mit Spitzen, Biesen und Volant als absolut festliche Tischdecke eignen. Barbara Bösl, gelernte Damenschneiderin aus Tiefenbach und nicht dem Egerland, ist hauptsächlich wegen der Handarbeiten ins Museum gekommen, wie sie betont. Diese waren anno dazumal hier wie dort gute Tradition.

Guter Anlass für authentische Erzählungen

Durch seine Vielseitigkeit ist das Museum längst zur Attraktion über Illertissen hinaus geworden. Egerländer schätzen es, weil sie Verlorenes gut dokumentiert wissen, wobei die vielen Exponate aus Elbogen/Loket in der Städtepartnerschaft ihren aktuellen Bezug finden. Und für die anderen Besucher ist es insofern von Interesse, als das Museum übergreifende Kulturgeschichte wiedergibt. Beispielsweise auch die alten gusseisernen Nähmaschinen der Handschuhfabrik Lausmann, die vom Erzgebirge über die DDR den Weg nach Illertissen gefunden haben, oder erste neue Einrichtungsgegenstände der Vertriebenen, weil sie vom allgemeinen Wohnstil der frühen Nachkriegsjahre oder dem überall anzutreffenden Wiederaufbau berichten. Wer unter den Besuchern etwas Zeit mitgebracht hatte, konnte viel Authentisches erzählen hören, manche waren mit der jungen Generation dafür eigens hergekommen.

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