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Kultur

08.11.2017

Ein freundschaftlicher Musikwettstreit

Josef Reisch, Helmut Dolp und Peter Seethaler (von links) wurden für 50 Jahre Aktivität in den Reihen der Musikgesellschaft Illereichen-Altenstadt ausgezeichnet.
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Josef Reisch, Helmut Dolp und Peter Seethaler (von links) wurden für 50 Jahre Aktivität in den Reihen der Musikgesellschaft Illereichen-Altenstadt ausgezeichnet.

Beim Gemeinschaftskonzert zweier Kapellen in Altenstadt stehen vor allem drei Männer im Mittelpunkt

Man nehme zwei ambitionierte Klangkörper, zwei engagierte Dirigenten, zahlreiche Solisten und drei Musiker, die auf ein beeindruckendes Lebenswerk zurückblicken können – und schon ist das Konzept für einen abwechslungsreichen Konzertabend geboren. So geschehen ist dies beim Gemeinschaftskonzert der Musikkapelle Lachen und der Musikgesellschaft Illereichen-Altenstadt in der Schulturnhalle in Altenstadt.

Neue Horizonte eröffnete die Musikkapelle Lachen nicht nur mit dem festlichen Titel „Fanfare for a New Horizon“. Denn anhaltenden Applaus hielt das Publikum im voll besetzten Konzertsaal auch für das Musikstück „Pinocchio“ bereit. Dirigent Erhard Schneider bewies Gespür für eine gelungene Stückauswahl und hatte sein Ensemble, das die lustige Holzmarionette mit der langen Nase vor dem geistigen Auge fast schon bildhaft erstehen ließ, bestens vorbereitet. Zu den Höhepunkten gehörte auch „Vidda“, ein Solostück für das Altsaxofon, welches Amelie Weiß gefühlvoll spielte. Für ihr eindringliches Klangbild norwegischer Tundra-Landschaften konnte sie zahlreiche Bravo-Rufe entgegennehmen.

Die Musikgesellschaft Illereichen-Altenstadt eröffnete den freundschaftlichen Musikwettstreit mit „The Olympic Spirit“. Doch dass der sportliche Gedanke – dabei sein ist alles – dem Dirigenten Jürgen Wiedenmann und seinem Ensemble an diesem Abend nicht genug sein wird, war schnell klar. Allen voran sei das Stück „Children of Sanchez“ im Arrangement des Japaners Naohiro Iwai als Beispiel für qualitativ hochwertiges Konzerterlebnis genannt. Simone Pistel (Flügelhorn), die Saxofonistin Kathrin Kanz und Hornistin Daniela Holl setzten den gefühlvollen Song, der das problembehaftete Leben einer mexikanischen Familie verdeutlicht, bestens in Szene. Ganz tief in die Welt der Emotionen eingetaucht haben die Solisten Martin Seethaler und Tanja Högg das Publikum mit dem Gänsehaut-Titel „You Raise Me Up“. Die Zuhörer nahmen die Übersetzung „Du ermutigst mich“ wörtlich und spendeten euphorischen Beifall.

Eine Besonderheit bildete die Ehrung von drei Musikanten, die durch 50 Jahre aktives Musizieren in den Reihen der Musikgesellschaft, auf ein beachtliches Lebenswerk zurückblicken können. So kann man beispielsweise Josef Reisch als musikalische Institution bezeichnen. In mehr als 35 Jahren hat er den Nachwuchs der Musikgesellschaft ausgebildet und auf Bläserprüfungen vorbereitet. Acht Jahre war er Vorsitzender und über viele Jahre hinweg Dirigent. Seit 2013 ist Reisch Ehrendirigent. Für den Marsch „Jubelklänge“ griff er, der nun auf ein halbes Jahrhundert Musikantenleben zurückblicken kann, selbst zum Taktstock. Über 50 Jahre hinweg haben sich ebenso Helmut Dolp und Peter Seethaler als unverzichtbare Posten in Musikkapelle und Verein verdient gemacht. Seethaler erlernte das Flügelhorn im Alter von zehn Jahren. Der Tenorhornist Helmut Dolp war vier Jahre lang Vereinsvorsitzender und Helfer bei der Organisation von Vereinsaktivitäten.

Mit den bestens intonierten Zugaben „Euphoria“ von Martin Scharnagl und der Polka „Frag mich nie“, gesungen von Maria Kienle und Johannes Wiest, endete das Herbstkonzert mit viel Beifall.

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