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Vöhringen

18.04.2019

Ein ganzer Laden wird in Vöhringen verkauft

Der Cicek-Supermarkt in Vöhringen sucht einen Nachfolger.
Bild: Felicitas Macketanz

Ein türkischer Supermarkt in Vöhringen soll den Besitzer wechseln. Noch ist er in Betrieb und ein neuer Käufer nicht in Sicht.

Schon seit mehr als einem Jahr sucht das Ehepaar Uzundal in Vöhringen einen Nachfolger für dessen türkisches Geschäft. Der neue Betreiber könnte den gesamten Laden kaufen – inklusive Sortiment und Einrichtung, auch auf Plattformen im Internet werden die Räume angeboten. Doch gemeldet hat sich bisher noch niemand.

Meryem und ihr Mann Ömer Uzundal betreiben den Supermarkt zwischen Vöhlin- und Wielandstraße deswegen ganz normal weiter, bis jemand in ihre Fußstapfen treten möchte. Sie bieten ihren Kunden unter anderem türkischen Tee, Fladenbrot, Fisch und Baklava an. Auch Rindfleisch gibt es bei ihnen zu kaufen. Dennoch hoffen sie, dass sich bald jemand findet, der das Geschäft weiterführen wird.

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Angefangen hatte alles vor rund sechs Jahren. Damals zogen sie in den Laden, in dessen Räumen einst eine Schlecker-Filiale ihren Platz hatte. Cicek – so tauften sie ihren Supermarkt, der sich auf türkische Produkte spezialisiert hat. Auf Deutsch heißt das Blume. „Das ist ein schöner Name“, findet Meryem, „ich mag Blumen.“ Und ihr mache auch die Arbeit in dem Laden Spaß, doch gesundheitliche Gründe zwingen sie und ihren Mann Ömer nun dazu, aufzugeben.

Türkischer Laden in Vöhringen: Ein Nachfolger ist nicht in Sicht

„Aber es dauert, bis jemand nach uns kommt“, sagt Meryem bedrückt. Schon seit mehr als einem Jahr ist das Ehepaar auf der Suche nach einem möglichen Käufer. Den beiden kommt es dabei nicht unbedingt darauf an, dass sich der potenzielle Nachfolger besonders gut mit türkischen Gerichten auskennt – er solle hauptsächlich eben ein guter Geschäftsmann sein, ganz gleich welcher Herkunft. Auch der Preis, den die beiden nicht nennen wollen, könne mit dem Käufer ausgehandelt werden. Das Haus gehöre einem privaten Besitzer. Dennoch würden sich die Uzundals freuen, wenn der Laden nicht einfach leer stehen wird. „In Vöhringen ist so ein Geschäft wichtig“, sagt Meryem Uzundal. Es kämen einige Leute in den Supermarkt, Stammkunden, etwa um typisches Fladenbrot zu kaufen und Rindfleisch. „Türkische Familien brauchen solche Sachen“, sagt sie. Die Ware bezieht Ömer Uzundal vom Großmarkt aus Stuttgart, mindestens einmal pro Woche ist er dort.

Die eigenen Kinder sind noch zu jung

Angesprochen auf einen weiteren türkischen Supermarkt in Vöhringen, unweit von ihrem Standort entfernt, antwortet die 43-jährige Meryem Uzundal: „Wir sind keine Konkurrenz. Das ist ein freundliches Miteinander. Seit sechs Jahren läuft hier alles gut.“

Nachfolger aus den eigenen Reihen haben die Uzundals nicht. Ihre Kinder seien noch zu jung, um den Laden im Stadtzentrum zu übernehmen. Nun warten sie auf einen externen Käufer, der Laden samt Einrichtung übernimmt.

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