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Extrem

05.08.2011

Einer der auszog, aber das Fürchten nicht lernte

Wolfgang Berrens
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Wolfgang Berrens

Wolfgang Berrens erreicht Platz 16 beim legendären „Tough Guy“ in England

Osterberg Er ist beruflich viel auf Achse und privat viel auf den Beinen – Wolfgang Berrens, Osterberg, ist bekannt für seine Teilnahme an extremen Sportveranstaltungen. Am Wochenende hat er sich als „Tough Guy“, zu deutsch harter Kerl, auf Platz 16 von 670 erfolgreichen Teilnehmern am legendären Hindernislauf in England qualifiziert.

Wie einer, der auszog, aber das Fürchten nicht lernte, um im Bild der Legende zu bleiben. Die 16 Kilometer lange Strecke mit 31 Hindernissen von Perton bei Wolverhampton, das sich 60 Kilometer nördlich von Birmingham befindet, gilt als härtester Lauf der Welt.

Mit strahlendem Gesicht und vergleichsweise geringen Blessuren sitzt Wolfgang Berrens in seinem Heim in Osterberg und erzählt von dem Hindernislauf über brennende Strohballen, haushohe wackelige Holzkonstruktionen oder kräftezehrende Berg- und Tal-Slaloms. Von knietiefen Brennnesselfeldern oder schlammigen Morastlöchern, in denen die Teilnehmer stecken blieben und nur durch gegenseitiges Hochstemmen überhaupt wieder ihren Weg fortsetzen konnten. „Reihenweise sind wir die matschigen Abhänge wieder heruntergerutscht“, erinnert sich Berrens. Extrem Nerven belastend empfand er das Spießrutenlaufen durch eine Gasse herabhängender Stromkabel, wie sie für Weidezäune verwendet werden, „da war ein ständiges Zischen und Aufschreien zu hören“. Die Tour stand unter dem Zeichen ihrer ursprünglich militärischen Bestimmung: Der Start wurde begleitet von Rauchbomben, entlang der ganzen Strecke war durchdringendes Dudelsackblasen zu vernehmen und die letzte Etappe hieß bezeichnenderweise „killing fields“. Nach erfolgreichem Durchkriechen des mit herabhängenden Hindernissen, Ratten und Fröschen ausgestatteten „Vietkong-Tunnels“ bekamen die nach Frischluft schnappenden Teilnehmer von Veteranen Süßigkeiten in den Mund gesteckt, zur Belohnung.

„Der Reiz besteht für mich im Austesten, inwieweit ich verstandesmäßig körperliche und geistige Erschöpfung überwinden kann“, sagt Berrens einfach so.

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