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01.06.2010

Er konnte sein Altenstadt nicht vergessen

Von Leo Rose † existiert - soweit bekannt - kein Bild, von seinem Vater, dem Altenstadter Schulmeister Hermann Rose, auch nur diese eine Aufnahme (oben). Das Bild unten zeigt Leo Roses Mutter Ida (sitzend) und seine Schwester Berta vor der Synagoge in Altenstadt. Die Fotoabzüge hat uns Heimatforscher Günther Backhaus zur Verfügung gestellt. Foto: zg
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Von Leo Rose † existiert - soweit bekannt - kein Bild, von seinem Vater, dem Altenstadter Schulmeister Hermann Rose, auch nur diese eine Aufnahme (oben). Das Bild unten zeigt Leo Roses Mutter Ida (sitzend) und seine Schwester Berta vor der Synagoge in Altenstadt. Die Fotoabzüge hat uns Heimatforscher Günther Backhaus zur Verfügung gestellt. Foto: zg
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Altenstadt Viele Jahre ist Leo Rose im Sommer in seine schwäbische Geburtsheimat Altenstadt gekommen. Häufig blieb er nur einen Tag lang, nie sehr viel länger. Künftig werden seine Freunde vergeblich auf ihn warten. Erst in diesen Tagen ist bekannt geworden, dass Rose Mitte Dezember 2009 in Jerusalem nach Herzanfällen verstorben ist.

Der Name Rose hat in Altenstadt bis heute einen guten Klang. Leos Vater Hermann Rose war viele Jahre der Hauptlehrer der jüdischen Schule des Orts; er übte zudem sämtliche religiösen Ämter in seiner Kultusgemeinde aus und schrieb die Geschichte der jüdischen Gemeinde des Orts auf. Man war tolerant dazumal in der Iller-Gemeinde. Bei Hermann Roses Beisetzung sprach auch der katholische Geistliche, heute erinnert der Hermann-Rose-Platz an ihn. Leider änderten sich später die Zeiten. Mutter Ida Rose starb im Konzentrationslager (KZ) Theresienstadt. Auch Sohn Albert hat das Dritte Reich nicht überlebt. Leo Roses Schwester Berta wanderte nach San Francicsco aus, Bruder Norbert nach Südafrika.

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