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Tiefenbach

15.11.2019

Es gibt weiter Ärger um die Engstelle in Tiefenbach

Die Engstelle durch den neuen Gehsteig an der Kirche in Tiefenbach gestattet nur einspuriges Durchfahren, bietet aber auch Schutz für das denkmalgeschützte Gebäude. Rechts das Bürzle-Haus als Schwerpunkt der Dorferneuerung.
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Die Engstelle durch den neuen Gehsteig an der Kirche in Tiefenbach gestattet nur einspuriges Durchfahren, bietet aber auch Schutz für das denkmalgeschützte Gebäude. Rechts das Bürzle-Haus als Schwerpunkt der Dorferneuerung.
Bild: Regina Langhans

Vor allem das hohe Verkehrsaufkommen in der Ortsdurchfahrt beschäftigt die Bürger. Nicht in allen Dingen sind sich die Bürger einig.

In Tiefenbach sorgt seit Kurzem eine Engstelle auf der Kreisstraße NU9 in Höhe der Kirche für Debatten: Die Bürger sind sich uneins über den Wert des neuen durchgehenden Gehwegs an der Straßensüdseite, durch die die Engstelle entstanden ist. Dies und der hohe Durchgangsverkehr auf der NU9 – innerorts Graf-Kirchberg-Straße – waren hauptsächlich die Besucheranliegen bei der Bürgerversammlung in der Gemeindehalle in Tiefenbach. Doch auch darüber, wie es mit dem Problem weitergehen solle, schienen sich die Tiefenbacher nicht einig. Dabei schien die gute Nachricht, die Bürgermeister Jürgen Eisen mitbrachte, fast unterzeugen: Demnächst laufe das Programm der Dorfeneuerung mit Verschönerungen und der Sanierung der NU9 an. Es handelte sich um den ersten Tagesordnungspunkt der Veranstaltung, zu der rund hundert Bürger kamen.

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Dorferneuerung: Von den Maßnahmen profitierten zum einen Privatleute im Sanierungsbereich sowie Kleinbetriebe, die dem Erhalt der ländlichen Wohnqualität dienten, hieß es. Interessenten könnten sich im Rathaus melden. Sodann stehe als öffentlicher Schwerpunkt die Sanierung des in die Jahre gekommenen Bürgermeister-Erwin-Bürzle-Hauses an. Ebenso der umliegende Michl-Streit-Platz als Ortsmitte. Ein weiteres Thema werde die, vom Landkreis geplante Sanierung der Kreisstraße sein und die damit zusammenhängende mögliche Verkehrsberuhigung. Bürgermeister Eisen gab dabei zu verstehen, dass die durch den Engpass im Kirchenbereich erfolgte Tempo-30-Vorgabe zwei Vorteile ermögliche: Den durchgehenden Bürgersteig und damit einhergehend die gewünschte Geschwindigkeitsreduzierung, da für Kreisstraßen ansonsten innerorts Tempo 50 gelte.

Durchgangsverkehr: In der Debatte wurden verschiedene Ansichten über die beste Lösung, wie der Verkehrsbelästigung beizukommen sei, angesprochen. Als Tiefenbacherin hätte sich Liselore Hanig statt der Engstelle an der Kirche einen Zebrastreifen als Fußgängerüberweg und durchgehend Tempo 30 gewünscht. Georg Kreppold, ebenfalls Ortsansässiger, kritisierte den Stop-and-go-Verkehr an der Kirche und die damit verbundenen Lärmbelästigungen. Dadurch bedingt entstünden auch Rückstaus. Sollte ein solcher über die Kreuzung Bellenberger und Emershofer Straße hinausreichen, wäre kein Durchkommen mehr möglich. „Dann bleiben nur Schleichwege über die Felder, offizielle Umfahrungsmöglichkeiten gibt es dann keine“, hieß es. Der Bürgermeister erinnerte, dass der Beschluss für den Gehweg- und Engstellenbau im Stadtrat einstimmig gefallen sei. Was die Verkehrsdichte angehe, sei mit Wiedereröffnung der Vöhlinstraße in Illertissen ab nächster Woche baldige Entspannung in Sicht. Auf Eisens Frage nach dem Ziel der Bürger, den Verkehr aus Tiefenbach zügig herauszuleiten oder ihn zu verlangsamen, war es kurz still im Saal. Darauf war man sich schnell einig, die Raser stoppen zu wollen. Astrid Wekemann aus Tiefenbach ergänzte, dass der erzwungene Abstand zum Verkehr der denkmalgeschützten Kirche gut tun würde.

Es gibt weiter Ärger um die Engstelle in Tiefenbach
Sind Emershofer und Bellenberger Straße verstopft, geht im Ort nichts mehr.
Bild: Regina Langhans

Maßnahmen: In Tiefenbach wurde die neue Aussegnungshalle fertiggestellt und eine Kleingartenanlage eröffnet. Jetzt sei eine Innensanierung der Gemeindehalle geplant. Derzeit werde an der Wasserversorgung gearbeitet, so Eisen. Tiefenbach sei nun für den Notfall durch eine zweite Verbindungsleitung an den Hochbehälter in Illertissen angeschlossen, wobei auch eine Druckerhöhungsanlage installiert wurde. Damit werde der Tiefenbacher Hochbehälter ersetzt. Sodann sei das letzte Stück Radweg auf der Strecke von Tiefenbach in die Kernstadt entlang der Friedhofstraße gebaut worden.

Eine Druckerhöhungsanlage macht alten Hochbehälter in Tiefenbach überflüssig.
Bild: Regina Langhans

Wachstum: Eisen informierte, die Einwohnerzahl in Tiefenbach liege – auch infolge neuer Baugebiete – wieder knapp über 2000. Den fünf Todesfällen im Dorf dieses Jahr stünden erfreulicherweise 17 Geburten gegenüber. Etliche der 548 Kindergarten- und 85 Krippenkinder im Stadtgebiet würden in der heuer renovierten Tagesstätte mit Krippe in Tiefenbach betreut. Die Geburtenzahlen stiegen seit 2014 wieder an. Die Grundschule Am Lichtacker besuchen derzeit 51 Kinder, doppelt so viele hätten Platz.

Wie es in den anderen Illertisser Ortsteilen aussieht:


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