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Illertissen

30.06.2016

Fährt die Illertalbahn bald im Halbstundentakt?

Viele Pendler in der Region wünschen sich einen Halbstundentakt für die Illertalbahn (hier ein zug in Kellmünz). Jetzt gibt es ein Gutachten dazu.
Bild: Armin Schmid

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft gibt ein Gutachten zum Ausbau der Strecke in Auftrag. Die Interessengemeinschaft wertet das als Erfolg – doch es gibt noch Hürden.

Im Halbstundentakt mit der Bahn von Illertissen, Vöhringen oder Weißenhorn nach Neu-Ulm – das ist ein Ziel der Interessengemeinschaft (IG) Illertalbahn, die sich im vergangenen Jahr gegründet hat. Bei der jüngsten Sitzung hatte Vorsitzender Landrat Thorsten Freudenberger einen kleinen Erfolg zu vermelden: Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat mittlerweile ein Gutachten in Auftrag gegeben, in dem geprüft werden soll, welche Infrastrukturausbauten auf der Illertalbahn für die Umsetzung der gewünschten Verbesserungen erforderlich sind. Dies teilte das Landratsamt Neu-Ulm gestern mit.

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Dass darin auch ein Halbstundentakt als Option untersucht wird, sei eindeutig ein Erfolg der IG Illertalbahn, wie Landrat Freudenberger ausführt: „Die BEG hatte einen Halbstundentakt für das Gutachten ursprünglich gar nicht vorgesehen. Erst auf unsere Einflussnahme hin ist dieser mit aufgenommen worden.“ Ähnlich sehe das bei der Ausschreibung des Dieselnetzes Ulm aus, so Freudenberger. Auch hier waren die Vorschläge aus der Region bezüglich zusätzlicher Verkehrsleistungen zunächst nicht berücksichtigt worden. Auf Betreiben des Vorsitzenden der IG Illertalbahn ist der Halbstundentakt jedoch vor kurzem als Option in die Ausschreibung aufgenommen worden. Freudenberger: „Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnt, hartnäckig zu bleiben und unsere Ziele nachdrücklich zu vertreten.“

Illertalbahn: Rückschlag durch Verkehrswegeplan

Einen kleinen Rückschlag, wenn auch nicht unerwartet, gab es indes beim Bundesverkehrswegeplan, in dessen aktueller Fortschreibung der Ausbau der Infrastruktur an der Illertalbahn nicht aufgenommen worden ist. Dies bezeichnete Freudenberger als „sehr schade“, aber auch als nachvollziehbar, da die Strecke mit nur einer Intercity-Zug-Verbindung pro Tag und so gut wie keinem Güterverkehr überregional betrachtet zu wenig Relevanz aufweise.

Ein aktueller Diskussionspunkt der IG war der geplante Wegfall eines Regional-Express-Zugpaares zwischen Kempten und Ulm mit Halt in Illertissen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017. Die IG-Mitglieder waren sich einig, dass diese Verbindung erhalten werden sollte, da sich andernfalls eine Taktlücke ergebe und sich das Angebot für Reisende weiter verschlechtere. „Wir werden in dieser Sache an unsere Landtagsabgeordneten herantreten und auch im Bayerischen Innenministerium noch einmal mit Nachdruck und guten Argumenten den Erhalt dieser Verbindung fordern“, kündigte Freudenberger an. IZ

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