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23.07.2010

Faible für historische Märsche

Unter der neuen Stabführung von Karl Kriner präsentierte sich das Luftwaffenmusikkorps 1 aus München-Neubiberg im Glacis in hervorragender Verfassung. Foto: wis
Bild: wis

Neu-Ulm im "Jahr 1 nach Orterer" - der frühere und auch hierzulande höchst beliebte Kapellmeister ließ Grüße ausrichten - hatte das Luftwaffenmusikkorps 1 aus München-Neubiberg ein überaus zahlreiches Publikum im Neu-Ulmer Glacis, wo Dritte Bürgermeisterin Christa Wanke den neuen Chef, Oberstleutnant Karl Kriner, mit seinem Orchester willkommen hieß.

Dieser präsentierte sich mit einem Programm, das weder an Vielfalt noch an Qualität irgendwelche Wünsche offen ließ. Dass Karl Kriner ein Faible für historische Märsche hat, bewies er mehrfach: Der "Parademarsch der königlich-bayerischen Grenadier-Garde" vom Begründer der bayerischen Militärmusik, Wilhelm Legrand, der "Isonzo-Marsch" von Georg Fürst, dem legendären Musikmeister der "Leiber" - so nannte man einst in München das königliche Leibregiment - und nicht zuletzt der "Venezia-Marsch" von Gaetano Fabiani und der historische "Marche des Soldats de Robert Bruce" erklangen kraftvoll und doch transparent musiziert, so wie man sich eben einen Marsch wünscht. Damit zeigten die Neubiberger wieder einmal, dass "Militärmusiker die absoluten Kings in der Marschmusik sein müssen", wie es Kriners Amtsvorgänger Hans Orterer im Interview mit einer Fachzeitschrift geäußert hatte.

Die Luftwaffenmusiker wurden aber nicht nur diesem Anspruch gerecht: Das "Jubilee Prelude" von Philip Sparke bewies auch ihre Sattelfestigkeit im Bereich der Sinfonischen Blasmusik. Als Gruß an das Publikum nahe der Donau durfte man die "Polka Caprice" des Ulmer Komponisten Hubert Motay verstehen, in der sich Hauptfeldwebel Michaela König als Piccolo-Solistin von Format zeigte. Dann ging es ab in die Welt der Unterhaltungsmusik: Die Musik zur weltberühmten irischen Tanzshow "Riverdance" und zum Film "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" - nicht nur wegen des Namens prädestiniert für ein Luftwaffenorchester - lösten wie die vorhergegangenen Präsentationen helle Begeisterung beim Publikum aus.

Vor allem waren es auch virtuose Solovorträge mit Saxofon und Trompete, die immer wieder großen Beifall erhielten.

Faible für historische Märsche

Zum Schluss einen der schönsten Märsche

Im "Mambo Inn" konnte sich das Schlagzeugregister mit Oberstabsfeldwebel Thomas Hämmerlein mal so richtig austoben. Applaus auch für "Beatles - Echoes of an Era" auf der Glacis-Bühne, anhaltender Applaus. Zum offiziellen Schluss gab es dann einen der weltweit schönsten Märsche: Johan Wichers "Mars de Medici" - bravourös vor einem fulminanten "Radetzkymarsch" und der Musikkorps-"Erkennungsmelodie" "Fliegermarsch" im absoluten Finale eines herrlichen Sommerabends.

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