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01.02.2019

Feuerwehr hadert mit Forderungen

Babenhauser Verein diskutiert über Abgaben an Finanzamt

Für Diskussionsstoff innerhalb des Babenhauser Feuerwehrvereins hat eine Mitteilung des Vorsitzenden Heinrich Nieder bei der Jahresversammlung gesorgt: Nämlich dass ein Teil des Gewinns von Veranstaltungen, etwa dem Tag der offenen Tür, in Form der Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden musste. Man habe sich mit mehreren Steuerfachleuten beraten, jedoch seien die Abgaben offenbar unumgänglich, so Nieder. Mehrere Vereinsmitglieder forderten, Wege zu suchen, dies zu vermeiden. Allerdings machte Nieder ihnen wenig Hoffnung.

Das Argument der Mitglieder bestand hauptsächlich darin, dass sich viele Feuerwehrleute ehrenamtlich engagieren. Der Erlös aus der Bewirtung werde zur Kameradschaftspflege, aber auch zur Finanzierung von Anschaffungen verwendet. Es könne doch nicht angehen, so einige Redner, dass sich die Feuerwehr für die Allgemeinheit engagiere und letztlich in dieser Form „bestraft“ werde. Eine nicht ganz ernst gemeinte Frage lautete, ob es etwas helfen würde, „den Vereinssitz nach Luxemburg zu verlegen“.

Zuvor hatte Nieder von den Vereinsaktivitäten 2018 berichtet. Sie reichten von Faschings-, Weihnachts- und Maibaumfeiern bis hin zum Besuch des Altstadtfestes im hessischen Babenhausen und einem mehrtägigen Ausflug. Auch in der Partnergemeinde Argentré war eine Delegation. Um die Aktivitäten und Zuschüsse für Anschaffungen der Wehr mitfinanzieren zu können, sei der Verein auf Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuschüsse der Marktgemeinde angewiesen. Als größte Einnahmequellen erwiesen sich erneut der Tag der offenen Tür und der Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Neben 66 Aktiven, 16 Jugendfeuerwehrlern und 33 Passiven gehören aktuell 72 Fördermitglieder dem Verein an. Schriftführer Jakob Mohr zufolge entspricht das Programm 2019 weitgehend demjenigen des Vorjahres. Beim Tag der offenen Tür am 3. Oktober soll das neue Rüstfahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert werden. Eingeweiht wird es nach der Floriansmesse am 11. Mai. Das Fahrzeug kostet laut Bürgermeister Otto Göppel rund 485000 Euro. 280000 Euro an Zuschüssen seien zu erwarten. Damit unterstreiche der Markt den Stellenwert der Wehr. Laut Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel war ein neuer Rüstwagen „dringend notwendig“. Die örtliche Feuerwehr sei damit bestens ausgestattet, wofür er dem Markt danke. (fs)

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