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Vöhringen

22.10.2017

Feuerwehr unterzieht sich groß angelegtem Test

Bei einem groß angelegten Test haben Vöhringer und Illerzeller Feuerwehrleute gut abgeschnitten – und sich beim Punkteergebnis verbessert.
Bild: Roland Furthmair

Nach über drei Stunden steht fest: Die Vöhringer Löschkräfte sind gut gerüstet – und haben sich verbessert.

Mehr als acht Punkte: Der Stolz war Kreisbrandrat Bernhard Schmid und Kreisbrandinspektor Peter Walter anzusehen. Bei der alle drei Jahre stattfindenden Inspektion haben die Freiwillige Feuerwehr Vöhringen und der Löschzug Illerzell ein sehr gutes Ergebnis eingefahren. Beide Einrichtungen schnitten besser ab als zuletzt – und sie scheinen auf mögliche Herausforderungen angemessen vorbereitet.

8,05 Punkte von zehn möglichen gab es: Das bedeute eine Verbesserung gegenüber der Inspektion davor, gaben der Vöhringer Kommandant Sven Görmiller und der Illerzeller Löschzugführer Stephan Müller nach der über dreistündigen Prüfung bekannt.

Zuerst galt es, bei einem angenommenen Wohnhausbrand in Illerzell Personen aus einem Gebäude sowie aus angrenzenden Nebenräumen zu retten. Im Einsatz waren neben sechs Fahrzeugen und der Drehleiter insgesamt 38 Feuerwehrleute, auch mit Atemschutzgeräten.

Danach mussten bei einem fingierten Verkehrsunfall die Insassen eines Autos gerettet werden. Die „Opfer“ waren unter einem landwirtschaftlichen Gefährt eingeklemmt. Mit einer Hydraulik-Schere und einem Spreizgerät wurde auch dieser Einsatz (mittlerweile bei Dunkelheit und deshalb mit entsprechender Beleuchtung) souverän gemeistert.

In die Bewertung eingeflossen ist auch der Zustand von Gerätehaus und Löschfahrzeugen – und die Tatsache, dass die Parkplätze rund um das Illerzeller Feuerwehrhaus bei einem Alarm knapp werden könnten. Zudem wurden diverse Engpässe im Vöhringer Feuerwehrhaus bemängelt, dort soll durch eine Verlegung der Umkleidespinde mehr Raum geschaffen werden.

Vöhringens Zweiter Bürgermeister Herbert Walk lobte die Ehrenamtlichen bei der Abschlussbesprechung: „Sie haben heute in eindrucksvoller Weise bewiesen, was durch stetige Aus- und Weiterbildung möglich ist und dass sich die Bevölkerung sicher fühlen kann, für den Ernstfall gerüstet zu sein.“

Dass im kommenden Jahr das über 25 Jahre alte Drehleiter-Löschfahrzeug ersetzt wird, werte die Einsatzfähigkeit auf, hieß es. Die Drehleiter werde öfter zur Rettung kranker Personen aus engen Gebäuden benützt als für Löscharbeiten.

Bei seiner Abschlussbewertung betonte Kreisbrandrat Schmidt die gute Verzahnung der Illerzeller und Vöhringer Feuerwehr. Durch einen guten Personalstand und die Unterstützung der Stadt könnten die Bedürfnisse der Bürger zufriedengestellt werden, sagte er. Und sah einen hohen Stellenwert in der Sicherheitsstruktur. Und das, obwohl der zeitraubende Einsatz der Freiwilligen mit einem Hobby oft nur noch wenig zu tun habe.

Bei uns im Internet

Viele weitere Fotos von der Prüfung finden Sie unter

illertisser-zeitung.de/bilder

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