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Bellenberg

15.11.2019

Freie Wähler fordern mehr Geld für Vereine

Die ASV-Halle gehört dem Verein, der sie unterhalten muss.
Bild: Roland Furthmair (Archiv)

Die Freie-Wähler-Fraktion fordert in einem Brief an Landrat Freudenberger, dass Vereine bei Investitionen vom Landkreis Neu-Ulm stärker unterstützt werden sollen.

Der Landkreis Neu-Ulm soll die Vereine bei Investitionen finanziell stärker unterstützen und dazu nicht ausgeschöpfte Haushaltstöpfe nutzen – das fordern die Freien Wähler. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jürgen Bischof hat dazu einen Brief an Landrat Thorsten Freudenberger verfasst. In den Schreiben stellt er ein Rechenexempel auf: Mit Blick auf zu erwartende größere Investitionen sei für 2019 eine Auszahlung von lediglich 12000 Euro an Vereinszuschüssen im Kreis zu erwarten. Das sei weniger als sechs Prozent der verfügbaren Mittel. Die Summe der seit 2015 nicht ausgezahlten Haushaltsmittel würde sich somit auf über 700000 Euro erhöhen.

„Es geht auch um die ausgleichende Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land“

Ins gleiche Horn stößt Wolfgang Schrapp – der Kreisvorsitzende der Freien Wähler stand früher dem Athletiksportverein Bellenberg vor und weiß: „Es geht auch um die ausgleichende Gerechtigkeit zwischen Stadt und Land.“ Der Ruf nach kommunalen Gebäuden nehme zu, auch weil Sportvereine die Hallenbauten ohne Zuschüsse kaum noch finanzieren könnten. Schrapp nennt einige Beispiele: In Bellenberg befinde sich die Turnhalle im Besitz des Athletiksportvereins, der auch für den Unterhalt aufkommen müsse. Der Sportverein Unterroth habe vor wenigen Jahren mit Krediten eine eigene Halle gebaut und für den in Illertissen geplanten Hallenbau des TSV mit Kosten in Millionenhöhe sei der Zuschuss des Landkreises von 60000 Euro zu wenig. Schrapp missbilligt, dass die Zuwendungen des Kreises an die der Gemeinden gebunden sind: „Die Kommunen leisten schon viel mit ihren jährlichen Finanzspritzen für die Vereinsarbeit.“

Lesen Sie auch: In Bellenberg werden die Leitungen am Kirchplatz saniert

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