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Babenhausen

05.04.2019

Freudensprünge in der neuen Jubi-Turnhalle

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Es ging hoch hinaus: Die Cheerleader des TSV Pfuhl zeigten gleich, welche Möglichkeiten die neue Turnhalle der Schwäbischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte in Babenhausen bietet.

Das erste Konzept lag bereits in den 1980er-Jahren vor. Nun endlich kann die Schwäbische Jugendbildungs- und Begegnungsstätte ihre eigene Turnhalle eröffnen.

Leben ist Bewegung: Unter dieses Motto stellte Michael Sell, der Leiter der Schwäbischen Jugendbildungs- und Begegnungsstätte in Babenhausen, den Freitag. Der neue Trakt der Einrichtung ist eingeweiht worden – ein Projekt, bei dem es lange Zeit so aussah, „als bewegt sich nix mehr“, wie Sell sagte.

Denn die ersten Pläne für eine Jubi-Turnhalle waren bereits vor 1986 geschmiedet worden, als die Einrichtung ihren Betrieb aufnahm. „Also im vergangenen Jahrhundert, wie man schon sagen muss“, bemerkte Manfred Gahler, Vorsitzender des Bezirksjugendrings, und brachte die Gäste zum Schmunzeln. Doch der Traum war über viele Jahre hinweg ein solcher geblieben. Bis im Sommer 2017 der Spatenstich stattfand. Am Freitag – nach ein paar Verzögerungen der Bauarbeiten – trafen sich die Beteiligten und ihre Gäste zu einem Festakt in Babenhausen. Ein symbolischer Schlüssel wurde überreicht und ein rotes Band im neuen Gang feierlich zerschnitten.

Neubau kostet rund drei Millionen Euro

Dieser Gang verbindet nun das bestehende Bettenhaus mit der neuen Turn- und Mehrzweckhalle oder wie Sell diese nannte: mit einem „Raum der Bewegung“. Dieser bietet den Jubi-Gästen nicht nur viel Platz zum Ballspielen, Turnen und Tanzen, sondern auch eine Kletterwand. Nur ein paar Schritte entfernt befindet sich ein zusätzlicher großer Gruppenraum mit Foyer, welcher aus Sicht der Mitarbeiter schon seit längerer Zeit dringend benötigt wird. Vor dem Neubau können sich die Gäste künftig auf einer Terrasse aufhalten. Mehr Barrierefreiheit in der Einrichtung schafft ein Aufzug am Bettenhaus. Aus energetischer Sicht ergänzt ein Blockheizkraftwerk die Solaranlage.

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Insgesamt kostete der Trakt rund drei Millionen Euro, welche zum Großteil der Bezirk Schwaben trägt. Der Bayerische Jugendring beteiligt sich mit rund einer Million Euro.

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Große Party im neuen Jubi-Trakt
Bild: Alexander Kaya

Da der Bezirk als Bauherr wirkte, galten ihm viele Dankesworte. Und auch Bezirkstagspräsident Martin Sailer ergriff das Wort: Es sei „ein großer Tag“ für die Einrichtung, für den Bezirk und für die Kinder in Schwaben und darüber hinaus, sagte er. Denn das Haus sei eine der zentralen Begegnungsstätten für die außerschulische Jugendarbeit in der Region – und ziehe auch internationale Gruppen an, worauf er persönlich großen Wert lege. Denn man müsse Nationalismus und Antisemitismus, die in Europa um sich greifen, etwas entgegensetzen.

Feierlich wurde ein rotes Band im Verbindungsgang durchschnitten.

Sailer würdigte auch seinen Vorgänger, Jürgen Reichert, für den die Jubi und deren Erweiterung stets eine Herzensangelegenheit gewesen sei. Reichert konnte am Festakt zwar nicht teilnehmen, dafür aber Alfons Weber, der Leiter des 2014 gegründeten Turnhallen-Ausschusses und stellvertretende Bezirkstagspräsident.

Durch den neuen Trakt lassen sich laut Sailer gruppendynamische Prozesse weiter fördern und ein integrativer und inklusiver Ansatz vertiefen, welcher im Kinder- und Jugendprogramm 2018 des Bezirks und Bezirksjugendrings in den Blick genommen wurde. „Die Jubi kann außerdem Anfragen großer Gruppen besser bedienen“, sagte Sailer. Wie Leiter Michael Sell informierte, beherbergt die Einrichtung rund 6000 Gäste im Jahr, „mit denen wir etwas bewegen wollen“.

Manfred Gahler, Vorsitzender des Bezirksjugendrings, welcher Betreiber der Jubi ist, dankte auch den Mitarbeitern, die die Bauarbeiten lange Zeit aushalten mussten, ebenso wie der Anton-Fugger-Realschule, die bisweilen räumlich ausgeholfen hat. Schüler aus Babenhausen waren es auch, die den Festakt mit Musik und Gesang untermalten – unter anderem mit einem selbst- gedichteten Lied, in dem es hieß: „Die Jubi macht Sport – an diesem wunderschönen Ort.“ Und die Cheerleader des TSV Pfuhl stellten das sogleich unter Beweis.

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