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Illertissen

03.10.2016

Freundschaft, die nicht nur durch den Magen geht

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2 Bilder
Beim bretonischen Abend sprang der Funke schnell über: Zu den Auftritten der „Bagad Karnag Avorizion“ unter temperamentvoller Leitung von Ange Moreau und der Tanzgruppe Kevrenn klaschte das Publikum begeistert mit.
Bild: Regina Langhans

Carnac und Illertissen feiern, Elbogen ist Gast. Drei Bürgermeister stoßen miteinander an.

 Freundschaftliche Besuche festigen Beziehungen. Doch beim bretonischen Abend in der Gemeindehalle Jedesheim als Höhepunkt des Aufenthalts der Gäste aus Illertissens Partnerstadt Carnac war zu spüren: Nach über 40 Jahren des Austausches sind sie längst Freunde, die – über den offiziellen Status hinaus – Erlebnisse oder Sorgen teilen und Interesse haben für die Kultur des anderen. Nach Ausflügen und gemeinsamer Zeit revanchierten sich die „Carnacois“, standen selbst am Herd, um zu kochen und stilvoll aufzutischen. Zusammen mit der Tanzgruppe Kevrenn und Musik der „Bagad Karnag Avorizion“ kehrte bretonische Lebensart ein.

Die 100 angereisten Bretonen hatten sich die Dienste aufgeteilt, wobei manche kaum aus der Küche herauskamen. Koch Silvain Harry begann Samstag um 10 Uhr zunächst im kleinen Team, um rund 300 Vier-Gänge-Menüs auf die Teller zu zaubern. Das Gericht mit Kabeljau in Butter-Orangen-Soße hatte er selbst kreiert.

Zu den Gästen zählte neben Carnacs Bürgermeister Olivier Lepick auch der tschechische Kollege Zdenek Bednár aus Loket/Elbogen. Bürgermeister Jürgen Eisen sagte bei der Begrüßung, die Partnerschaft mit Carnac sei von Weltoffenheit geprägt, wobei „Städtefreundschaft funktioniert, wenn sie von den Gastfamilien getragen wird“. Helga Sonntag, Partnerschaftspräsidentin in Illertissen, begrüßte die Bretonen auf französisch und verwies auf die gewachsenen Kontakte unter Deutschen und Franzosen jedweden Alters, welche die „Jumelage-Carnac-Illertissen“ ausmachten. Diese Freundschaft würde beim bretonischen Abend gefeiert. Olivier Lepick wiederum wiederholte in Deutsch, Städtefreundschaft beruhe auf Kontakten zwischen den Menschen. Bestes Beispiel sei, so Lepick gut gelaunt, wie er als der bessere Tennisspieler für Amtskollegen Eisen die Eröffnung der neuen Traglufthalle in Illertissen übernehmen konnte: „Ich habe eine Viertelstunde gespielt und für Jürgen Eisen gewonnen.“

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Lepick ist das erste Mal in Illertissen, hat sich die Stadt vorab auf Bildern zeigen lassen und charmant festgestellt, die Realität sei „noch schöner“. Nun schloss er auch mit Zdenek Bednár Freundschaft. Nächstes Jahr will er Elbogen kennenlernen, ein Jahr später ist der Gegenbesuch geplant.

Der Abend war begleitet von bretonischer Folklore und es dauerte nicht lange, bis die Darsteller die Bühne verließen, sich durch den Saal schlängelten und zum Mittanzen aufforderten. Unter Leitung von Bernard Belz wurde auf der Bühne bretonisch gesungen, darunter die Nationalhymne der Bretagne „Bro Gozh Ma Zadoù“ (Das alte Land meiner Vorfahren). Gefeiert wurde bis Mitternacht, Geschenke wurden gemacht und Adressen getauscht.

Partnerschaftspräsidentin Marie-Claire Ezan freute sich: „Das Wetter war gut, der Markt hat etwas eingebracht, Freundeskreis und Gastfamilien haben uns bestens betreut.“ In zwei Jahren gebe es ein Wiedersehen, „bei der bayerisch-schwäbischen Woche in Carnac.“

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