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Buch

16.01.2019

Gemeinde Buch verleiht Ehrennadel

Roland Biesenberger verlieh die Silberne Ehrennadel an seinen Amtsvorgänger Anton Graf, der sich auch als Chronist um die Gemeinde verdient gemacht hat und an Wilhelm Gößler.
Bild: Dorothea Brumbach

Sie ging an drei Männer, die sich um die Gemeinde verdient gemacht haben: ehemaliger Bürgermeister Anton Graf, Wilhelm Gößler und Ernst Rott.

Zum siebten Mal veranstaltete der Markt Buch einen Neujahrsempfang. Der Fokus an diesem Vormittag lag auf der Verleihung der silbernen Ehrennadel. In diesem Jahr waren es Altbürgermeister Anton Graf, Wilhelm Gößler und Ernst Rott, denen Bürgermeister Roland Biesenberger die Ehrennadel und eine Urkunde überreichte.

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Biesenberger nutzte die Gelegenheit dennoch für einen kleinen Rückblick auf die Entwicklung Buchs: In den vergangenen Jahren habe sich die Gemeinde Buch verändert und rasant entwickelt. Familien fänden eine funktionierende Infrastruktur vor. Der Bau des neuen Kindergartens „Purzelbaum“ mit 115 Kindergarten- und 18 Krippenplätzen sei eine Investition in die nächste Generation. Ebenfalls entstehe ein rund 2,9 Hektar großer Gewerbepark mit einer Tankstelle und einer Filiale der Lebensmittelkette Fenneberg.

Anton Graf beschäftigte sich als Chronist mit den Veränderungen in der Gesellschaft

Altbürgermeister und Chronist Anton Graf hat sich nach seiner Amtszeit (1996 bis 2008) mit Veränderungen in der Gesellschaft, speziell im ländlichen Raum beschäftigt. Zum Ort Buch hat er bisher zwei Publikationen veröffentlicht, „Buch früher und heute“, sowie eine Abhandlung über die Geschichte Buchs. Mit Unterstützung von Peter Wischenbart, Kreisarchivar des Landkreis Neu-Ulm, baute er von 2010 bis 2017 ein Gemeindearchiv auf. Wischenbart war als Überraschungsgast gekommen und lobte das enorme Wissen des Ortschronisten. Graf entwickelte eigens für das Archiv eine Tabellenmaske, mit der ein archivarisches Findbuch erstellt werden kann. Während des Empfangs stellte Graf sein neustes Werk vor: „Gewerbe im Markt Buch bis in die 1960er Jahre.“ Biesenberger lobte außerdem Grafs Arbeit als Bürgermeister, mit der er zur Stabilisierung der finanziellen Lage des Marktes beigetragen hatte.

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Sein Traumberuf? Steuerberater

Geehrt wurde außerdem Wilhelm Gößler. Seine Fachkenntnis und seine handwerklichen Fähigkeiten als gelernter Maurer waren bei den Vereinen und später im Marktgemeinderat gefragt. Von 1975 bis 2002 war Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatdorf Dietershofen. In der Zeit der knappen Kassen, dafür aber mit der Möglichkeit Bauvorhaben relativ unbürokratisch durchzuführen, wurde 1989 in Eigenleistung mit dem Bau eines Feuerwehrgerätehauses begonnen. Gößler war einer der Vorreiter, als 1978 das Vereinsheim in Obenhausen gebaut wurde. Nach nur sieben Monaten wurde Richtfest gefeiert. Als Marktrat, 1984 bis 2011, setzte er sich für die Belange aller Ortsteile ein. Seit 20 Jahren arbeitet Gößler als Aufsicht im Bauschutt- und Häckselplatz in Obenhausen und ist außerdem Mitglied im Obst- und Gartenbauverein Obenhausen. „Um die Gemeinschaft weiter zu bringen, habe ich oft die Familie hintenanstehen lassen. Aber ich habe es gerne gemacht,“ sagte Gößler.

Ernst Rott beschäftigte sich von Jung an gerne mit Zahlen, sein Traumberuf „Steuerberater“. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann wurde er Bilanzbuchhalter und legte nach 10 Berufsjahren die Prüfung zum Steuerberater ab. Er wurde 1996 in den Marktgemeinderat gewählt. Brachte sein Fachwissen uneigennützig ein und unterstützte Altbürgermeister Anton Graf 12 Jahre lang. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Marktgemeinderat blieb Ernst Rott ein wichtiger Unterstützer seiner Heimatgemeinde Buch. Für weitere sechs Jahre war er ehrenamtlicher Sachverständiger im Rechnungsprüfungsausschuss. Beim Bau des Dorfzentrums war sein Rat sehr wertvoll. Nur mit den steuerlichen Vergünstigungen, staatlichen Fördermitteln und viel Eigeninitiative konnte dieses Projekt realisiert werden. Er ist als profunder Kenner der Windenergiebranche nicht wegzudenken und war für die Gemeinde beratend tätig. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Ernst Rott nicht an der Ehrung teilnehmen.

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