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Illertissen

15.03.2019

Heimatautor Manfred Bomm liest in Illertissen aus seinem Krimi

Manfred Bomm liest in Illertissen aus seinem Krimi.
Bild: Claudia Bader

Das Opfer in Bomms jüngstem Krimi ist eine Ulmer Biophysikerin. Auch der Astronaut Alexander Gerst kommt in dem Buch vor.

Schöne Blüten und Mord – eigentlich passt das nicht zusammen. Im Krimi „Blumenrausch“ scheint zunächst nur der Bindedraht, mit dem das Opfer erdrosselt wurde, eine Verbindung zwischen blühender Landschaft und brutaler Realität herzustellen. Während seinen Ermittlungen stößt Kommissar August Häberle auf viele weitere Verkettungen. Der Geislinger Krimiautor Manfred Bomm versteht es dabei geschickt, reale Geschehnisse und Orte mit historischen Ereignissen und Fiktion zu verknüpfen.

Bomm lässt wahre Begebenheiten in seine Geschichte einfließen

Bereits zum siebten Mal gastierte Bomm in Illertissen, diesmal mit seinem mittlerweile 19. Häberle-Krimi. Die Besucher erlebten zwei ununterbrochen spannende und informative Stunden. Denn der ehemalige Geislinger Lokaljournalist baute in seinen Roman jede Menge regionale Geschehnisse ein:

Ein Dreivierteljahr vor der Eröffnung der Bundesgartenschau in Heilbronn trübt ein Mord die Vorbereitungen. Im Alt-Neckar wird die Leiche einer jungen Biophysikerin gefunden. In Ulm hatte sie zur Erforschung des Klimawandels einen Mini-Satelliten entwickelt. Kommissar Häberle entdeckt Spuren, die in das ehemalige Merklinger Militär-Areal führen. Und es wird noch brisanter. Die Ermordete hatte sich außerdem ein Umwelt-Experiment ausgedacht, das der Künzelsauer Astronaut Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation betreuen sollte. Ein dubioser Amerikaner, der einst als Soldat bei Heilbronn stationiert war und zu Zeiten des Kalten Krieges auch im Merklinger Bombenwald zugegen war, wollte das offenbar verhindern.

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Auch ein Gärtner ist in den Fall verstrickt

Dann stellt sich noch die Frage, welche Rolle ein finanziell angeschlagener Gärtner aus Geislingen spielt, der auf der Bundesgartenschau ein Grab für den Schaufriedhof gestalten will. Als schließlich eine junge Frau aus Münsingen, die in das Heilbronner Rotlicht-Milieu verstrickt ist, spurlos verschwindet, spitzt sich die Lage zu.

Zwischen seinen dramatischen Schilderungen einer schicksalhaften Winternacht schweift der Autor immer wieder ab, verbindet Fiktion mit Wirklichkeit und lässt Vergangenes auf Gegenwärtiges treffen. Nebenbei beleuchtet er aktuelle Probleme, etwa die Dieselkrise. Für Bomm müsste es neben einem Feinstaub- auch einen Blütenstaubalarm geben. Bomm hat auch einen Blick für Natur und Landschaft. „Alle meine Tatorte sind Ausflugsziele“, verrät er seinen Zuhörern. Damit will er nicht nur auf die Fortsetzung seines Krimis neugierig, sondern auch auf die Umgebung, in der er spielt.

Lesen Sie auch: Wieder strandet ein Güterzug in Illertissen.

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