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Weißenhorn

09.01.2020

Hier sind Tauben willkommen

Bauhofmitarbeiter Michael Wanner (links) hat das Taubenhaus in seiner Freizeit gebaut. Rechts neben ihm steht Bauhofleiter Thomas Pieper.
Foto: Roland Furthmair

Am ehemaligen Busbahnhof in Weißenhorn steht jetzt das erste Taubenhaus im Landkreis Neu-Ulm. Es dient dazu, den Nachwuchs der Vögel einzudämmen.

Diese tierische Behausung passt hervorragend zur historischen Stadtkulisse von Weißenhorn: Am Donnerstag haben Bauhofmitarbieter am ehemaligen Busbahnhof an der Illerberger Straße ein Taubenhaus aus Holz aufgestellt. Es ist das erste Modell im Landkreis. Angefertigt hat es Bauhofmitarbeiter Michael Wanner, der in seiner Freizeit rund 60 Arbeitsstunden investiert hat.

Taubeneier können rechtzeitig entfernt werden

Das Taubenhaus ist aber nicht nur hübsch anzusehen, die Stadt erhofft sich davon eine Lösung im Kampf gegen die Tauben, die sich zahlreich in der Stadt aufhalten. Die Vögel hinterlassen viel Dreck, ihr aggressiver Kot richtet zudem massive Schäden an Gebäuden an. Bauhofleiter Thomas Pieper sagte über den Zweck des Holzhauses: „Es ist zur Regulierung der Tauben in unserer Stadt gedacht. Die Eier können nun rechtzeitig entfernt werden und so der Nachwuchs eingedämmt werden.“ Um die Vögel zu täuschen, können die Eier zum Beispiel gegen Gipsattrappen ausgetauscht werden. Pieper steht der Idee und Umsetzung dieses Projektes positiv gegenüber. Zumal durch die Freizeitarbeit von Michael Wanner der Stadt nahezu keinerlei Kosten bei der Herstellung des Taubenhauses entstanden sind.

Über den Standort und die Erfolgsaussichten hatte der Bauausschuss im November intensiv diskutiert. Einige Mitglieder des Gremiums hatten Zweifel, ob diese Form der Geburtenkontrolle gut funktioniert und merkten an, dass das Holzkonstrukt an einer anderen Stelle besser aufgehoben wäre. Eine Mehrheit sprach sich letztlich dafür aus, es mit dem Standort am ehemaligen Busbahnhof einfach einmal auszuprobieren. Bei Bedarf ließe sich das Taubenhaus ja versetzen, hatte Bürgermeister Wolfgang Fendt betont. (rfu, jsn)

Den Artikel über die Diskussion im Weißenhorner Bauausschuss lesen Sie hier:

Die Stadt Weißenhorn sagt Tauben den Kampf an

An der Vorrichtung für das Taubenhaus wurde an Silvester ein hetzerischer Aushang angebracht:

Galgenbild an Holzpfahl: Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung

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