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Illertissen

22.11.2019

Hüter der Illertisser Schätze ziehen Bilanz

Der Heimatverein bewahrt „das alte Illertissen“.
Foto: Regina Langhans (Repro)

Der Heimatpflegeverein Illertissen und Umgebung hat zuletzt sein Depot verlagert. Was er noch alles vorhat.

Der Heimatpflegeverein Illertissen und Umgebung hat sich neben dem Bewahren alter Schätze auch deren Präsentation zur Aufgabe gemacht. So ist es den Mitgliedern Gertrud Ziesel und Martin Mehrens gelungen, die „Illerbombe“ aus der einstigen Sportartikelfabrik Kriener in Illertissen in die Sammlung „100 Heimatschätze“ nicht staatlicher Museen aufnehmen zu lassen. Und an Halloween, dem Vorabend zum Allerheiligenfest, begleiteten Museumsführer kleine und große Gespenster bei Entdeckungstouren durchs Vöhlinschloss. Mit der Neueröffnung des Museums Ende April 2018 wurde die Museumsarbeit neu ausgerichtet. Mit Erfolg, wie die Jahresbilanz nun zeigte.

So habe das Museum im Jahresschnitt 12000 Besucher gezählt und somit monatlich umgerechnet 1000 Interessierte angezogen, sagte Vorsitzender Max Kanz. Die Sonderausstellungen über Krippen und die Fahrschule Keßlinger hätten dazu beigetragen. Schriftführer Josef Butz gab Einblicke in die ehrenamtlich ausgeführte Museumsarbeit. Dazu zählten Stadtführungen, Vorträge über den Bildhauer Christoph Rodt und die römischen Ausgrabungen in Illertissen. Auch mehrere Fahrten wurden organisiert, etwa zum Hutmuseum in Lindenberg.

Im kommenden Jahr ist die Sonderausstellung "Schule in Illertissen" geplant

Sodann informierte Albert Vogt, der Konservator des Vereins, von der aufwendigen Verwaltung der Illertisser Heimatschätze. „Kein Museum ohne Depot“, sagte er. Galt es im Vorjahr, das neue Museum zu eröffnen, so stand heuer das Depot im Vordergrund. Das im alten Gebäude der Lechwerke wurde, wie berichtet, aufgelöst und der Inhalt ins Dach der Illertisser Realschule gebracht. Vogt und weitere Helfer hatten Tausende von Exponaten zu sichten und zu ordnen. „Jetzt sind wir dabei, alles zu inventarisieren.“ Daneben hat der Verein Räume in einem Gebäude beim Schloss, dort befinden sich vor allem Gemälde.

Dem Kassenbericht von Romy Jenuwein war zu entnehmen, dass sich der Barocksaal für Hochzeiten, Vorträge und Konzerte nur dank großzügiger Spenden für Miet- und Heizkosten nutzen lasse.

Zuletzt ließ Telesphorus Lindinger in einer Schau digitalisierter Bilder das alte Illertissen auferstehen. Die Ansichten zeigten etwa eine Karte von 1923 und die ums Jahr 1600 errichtete Sebastianskapelle, dem späteren Heimatmuseum.

Eine Vorschau macht neugierig: Mit dem Krippen-Experten Anton Bidell soll vom 5. Dezember bis 2. Februar eine Ausstellung unter anderem mit drei Osterrieder-Krippen stattfinden. Vom 20. Februar bis 29. März ist zum historischen Kinderfest die Sonderausstellung „Schule in Illertissen“ geplant. Materialien seien willkommen, hieß es.

Was die Wirte in der Region gegen die Personalnot tun, lesen Sie hier: Personalnot: Bei den Wirten ist Fantasie gefragt

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