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Buch

15.11.2019

Im „Lamm“ in Buch werden bald Pizzen gebacken

Im Bucher Traditionsgasthof Lamm gibt es Anfang des kommenden Jahres einen Pächterwechsel. Das Restaurant wird wegen eines Umbaus ungefähr drei Wochen geschlossen sein.
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Im Bucher Traditionsgasthof Lamm gibt es Anfang des kommenden Jahres einen Pächterwechsel. Das Restaurant wird wegen eines Umbaus ungefähr drei Wochen geschlossen sein.
Bild: Dominik Stenzel

Ein Pächter für das Lokal in Buch ist gefunden. Der erfahrene Gastronom Carmelo D’ Angelo will im kommenden Jahr starten – doch zuerst muss ein Ofen her.

Ende August wurden die Bucher von der Nachricht überrascht, dass die Küche im beliebten Gasthaus Lamm ab dem kommenden Jahr kalt bleibt. Die bisherigen Pächter hatten sich entschlossen, den Pachtvertrag für das Lokal vorzeitig aufzulösen. Sie hätten die Reißleine gezogen, bevor sie in die roten Zahlen abrutschen, hatte Wirtin Gabi Schulze die Entscheidung begründet. Die Marktgemeinde hatte sich auf die schwere Suche nach einem Nachfolger gemacht. Der ist nun gefunden.

Carmelo D’Angelo sieht Potenzial in dem Gasthaus. Dass seine Vorgänger von zurückgehenden Gewinnen gesprochen haben, scheint ihn nicht abzuschrecken – im Gegenteil. Die Vorfreude, bald wieder in die Gastronomie einzusteigen, ist ihm deutlich anzumerken. D’Angelo hat gemeinsam mit seiner Frau schon mehrere Restaurants in Weißenhorn betrieben, zuletzt das Dolce Vita und das Bella Italia. 26 Jahre habe er eigene Lokale geführt, sagt der gebürtige Italiener. Die vergangenen Jahre hatten die D’Angelos dann pausiert. Auch weil ihre Töchter, die in den Restaurants mitgeholfen haben, selbst Kinder bekommen hatten. Arbeit und Familienplanung kamen sich da etwas in die Quere, sagt die älteste Tochter. Also hätte sich die Familie entschieden, der Gastronomie erst einmal den Rücken zu kehren.

Die Bucher müssen noch ein paar Wochen ohne das Wirtshaus auskommen

Jetzt jucke es ihn aber in den Fingern, ein neues Lokal zu eröffnen, sagt Carmelo D’Angelo. Der gelernte Metzger arbeitet seit 40 Jahren im Schlachthof in Ulm. Dort hatte ihm eine Kollege erzählt, dass das Lamm wohl frei würde. Als er wenig Zeit später die Anzeige der Gemeinde gesehen hatte, hat er sich kurzerhand beworben, sagt der Gastronom, der sich sehr über die Zusage gefreut hat.

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Der neue Pachtvertrag schließt zwar nahtlos an den der Vorgängerwirte Schulze an. Die betreiben das Lamm noch bis zum 31. Januar. Ein paar Wochen müssen die Bucher dann aber dennoch ohne das Wirtshaus auskommen – um gute Pizza zu backen, brauche es einen guten Ofen, sagt D’Angelo. Den müssen die neuen Pächter erst noch einbauen. Er soll einen Platz bekommen, der für die Gäste einsehbar ist. „Sie sollen beim Pizzabacken zuschauen können“, sagt der Wirt. Auch sonst will er in der Küche hier und da einige Dinge umbauen. Dort will er auch die Lieblingsgerichte aus seine früheren Restaurants anbieten. Penne Pizzaiola zum Beispiel: Nudeln in Tomatensauce mit Rinderfiletstreifen, Kapern, Oliven und – das ist dem Küchenchef wichtig – frisch geriebenem Parmesan.

Auch deutsche Gerichte sollen sich auf der Speisekarte befinden

Doch neben Pasta, Pizza, Antipasti und italienischen Fisch- und Fleischgerichten sollen sich auch rund 20 Prozent deutsche Gerichte auf der Karte finden. Die einheimische Küche will der Gastronom schon allein deswegen anbieten, weil für Großveranstaltungen häufig Gerichte wie Braten gewünscht würden. Auch künftig sollen im Dorfstadel Geburtstage, Kommunionen oder Hochzeiten gefeiert werden können.

Carmelo D’Angelo ist auf Sizilien aufgewachsen und kam im Alter von etwa 20 Jahren nach Deutschland, genauer gesagt in die Region. Hier hat er eine Stelle im Schlachthof angenommen und gleichzeitig in den Restaurants seines Bruders und seiner Schwester gejobbt. Dabei habe er alle Stationen durchlaufen, vom Spüldienst, über Service bis zum Pizzabäcker. So habe er alle Seiten der Arbeit in der Gastronomie kennen gelernt.

Ob aus dem „Lamm“ dann vielleicht ein „agnello“ (italienisch für Lamm) wird, steht noch nicht fest. Man überlege noch, ob der altbekannte, traditionelle Name des Gasthauses bleiben soll oder ob eine mediterraner klingende Bezeichnung besser pass, sagt D’Angelo. Auch zu den genauen Öffnungszeiten kann der künftige Bucher Wirt noch nichts sagen. Er wolle erst testen, ob es sich an dieser Stelle lohne, das Lokal auch mittags zu öffnen. Wenn der Betrieb aber gut angelaufen ist, wolle er vermutlich auch einen Pizzaservice vom Lamm aus betreiben.

Der neue Bucher Kindergarten wurde kürzlich eröffnet: Der steinige Weg zum neuen Kindergarten in Buch

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