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Jedesheim

09.04.2019

Immer wieder kracht es: Wie gefährlich sind die Straßen um Jedesheim?

Die Staatsstraßen sind ein Unfallschwerpunkt in der Region. Im Juni rückte die Feuerwehr Jedesheim zu diesem Unfall aus.
Bild: Wilhelm Schmid

Die Feuerwehr aus dem Illertisser Ortsteil musste im vergangenen Jahr achtmal zu schweren Unfällen auf den Staatsstraßen ausrücken. Bürgermeister Jürgen Eisen fordert Tempolimits.

Die Staatsstraßen bei Jedesheim entwickeln sich immer mehr zum Einsatzschwerpunkt für die dortige Feuerwehr. Acht der 18 Alarmeinsätze des vergangenen Jahres machten schwere Unfälle auf der S2018 zwischen der Autobahn und Dietenheim sowie auf der S2031 zwischen Illertissen und Altenstadt aus. Das berichtete Kommandant Kilian Jans bei der Jahresversammlung. Bei diesem Unfällen war auch die Wehr aus Illertissen im Einsatz. Ein weiterer Unfall und ein großer Wohnhausbrand, kleinere technische Hilfeleistungen und eine Reihe von Arbeitseinsätzen und Sicherheitswachen bei Veranstaltungen kamen hinzu, womit die gesamte Einsatzstatistik knapp 600 Personenstunden umfasst. Übungen und Ausbildungen noch dazugerechnet, waren die 43 Aktiven stets gefordert.

Bauamt prüft Antrag auf Tempolimits

Dass alles erfolgreich und unfallfrei verlief, das würdigten Bürgermeister Jürgen Eisen und Kreisbrandinspektor Benedikt Kramer, die beide auf die unfallträchtigen Staatsstraßen Bezug nahmen: Eisen will das Problem mit einem Tempolimit entgegen wirken. Er berichtete, er habe bereits an den Direktor des Staatlichen Bauamtes in Krumbach geschrieben und verlangt, die Strecke von der Autobahneinfahrt bis nach der Einmündung der Zähringerstraße auf 80 Stundenkilometer zu beschränken. Man habe ihm eine wohlwollende Prüfung zugesagt. Kramer rief die Aktiven dazu auf, bei den Einsätzen besonders auf die Eigensicherung zu achten und bescheinigte ihnen eine gute Personalsituation.

Neuer Vorstand für den Förderverein

Jugendwart Uwe Kienle informierte über die Jugendarbeit, wobei er neben einem umfangreichen Ausbildungs- und Freizeitprogramm für die derzeit sieben Jugendlichen von zwei Übertritten in die aktive Mannschaft berichtete. Nun werde wieder besonders auf Neugewinnung geachtet, weshalb auch das Eintrittsalter auf zwölf Jahre herabgesetzt worden sei. Letzteres geschah im Rahmen einer Satzungsänderung, bei der auch eine Änderung des Vorstands inbegriffen war. Demnach leiten nun drei Vorsitzende den Förderverein, von denen jährlich einer neu gewählt wird, sodass stets Kontinuität gegeben ist. Die Wahlen ergaben folgende Ergebnisse: Der bisherige Vorsitzende Martin Hartmann gibt sein Amt nach neun Jahren ab und bleibt sowohl dem Verein als Archivar als auch der aktiven Mannschaft erhalten. Seine Nachfolge treten drei neue Vorsitzende an: Clemens Jans, Andreas Wöhrle und Carina Fischer. Sie werden unterstützt von Wolfgang Gleich als Schriftführer, Jürgen Schindler als Kassenwart und den Kassenprüfern Markus Selg und Michael Bettenmann.

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Erwähnt wurde auch, dass dank ehrenamtlicher Arbeit die Floriansstube erfolgreich als Dorfwirtschaft betrieben wird.

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