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Bellenberg

10.11.2019

In Bellenberg werden die Leitungen am Kirchplatz saniert

Für das Kanalsystem am Kirchplatz wird viel Geld vergraben.
Bild: R. Langhans

Am Kirchplatz in Bellenberg sind die Kanäle aus den 1960er Jahren marode. Nun will die Gemeinde die Leitungen im gesamten Viertel erneuern.

Mit der geplanten Sanierung des Kirchplatzes in Bellenberg beginnt für die Gemeinde ein neues Kapitel, was ihre Baugeschichte angeht. Denn erstmals hat der Gemeinderat die grundlegende Sanierung einer Ersterschließung innerhalb eines Quartiers beschlossen.

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Das in den 1960er Jahren zusammen mit dem Bau der Pfarrkirche erschlossene Viertel weist Schäden auf, die sich nicht mehr einzeln beheben ließen, so der Stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Schrapp – der zurzeit die Amtsgeschäfte führt. Die aus Steinguss bestehenden Rohre würden bei Versetzungen im Boden brechen. Außerdem müsse die Gemeinde das neue Gesetz zur Oberflächenwasserversickerung umsetzen. Dabei wird gefordert, das Regenwasser an Ort und Stelle wieder dem Grundwasser zuzuführen. Die anfallenden Kosten für die Sanierung teilen sich in drei Bereiche: in den Straßenbau, den die Kommune zu finanzieren hat sowie in den Bau der Wasserleitungen und Kanalisation, was sich über Gebühren abgerechnen lässt.

Sanierung soll 600.000 Euro kosten

Nun wurde ein Ingenieurbüro mit der Entwurfsplanung für den Neubau von Schmutzwasserkanalisation, Wasserverteilungsanlage einschließlich der Hausanschlüsse und dem Straßenbau mit Entwässerungsanlagen beauftragt. Mit dabei ist eine Bestandsvermessung und Baugrunduntersuchung.

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Der Zweite Bürgermeister Schrapp informierte, dass die Sanierung aufgrund der aufgetretenen Schäden in Angriff genommen werde. Bei einer Kamerabefahrung würden die Schäden nochmals untersucht. Es sind Kosten bis zu 600.000 Euro veranschlagt. Geplant ist, mit den Arbeiten in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zu beginnen und sie dann zügig zu beenden.

Der Sanierungsbedarf weiterer Wohnviertel mit ähnlicher Bauzeit wie etwa das Areal um die Gärtnerei Zeller würde wohl nicht lange auf sich warten lassen, so Schrapp. Ebenfalls aus den 1960er Jahren stamme Bellenbergs Hochbehälter, dessen Neubau bereits in der Planung steckt. Die dafür veranschlagten Kosten betragen nach Angaben von Schrapp 1,6 Millionen Euro. Die Kommune müsse bei allem Sanierungswillen auch die Finanzierung im Auge behalten. Kaum werde das Schulgebäude fertig, stünden neue dringende Baumaßnahmen an.

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