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Unterroth

27.02.2019

In Unterroth gibt es schon einen Kandidaten für das Bürgermeister-Amt

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Norbert Poppele
Bild: Franziska Wolfinger

Gerhard Struve hört als Unterrother Bürgermeister auf. Ein möglicher Nachfolger hat sich bereits gemeldet. Warum das jetzt – ein Jahr vor der Wahl – nicht zu früh ist.

Es dauert noch länger als ein Jahr bis zu den nächsten Kommunalwahlen in Bayern. Doch sie wirft schon ihre Schatten voraus. Mehrere Bürgermeister in der Region haben bereits angekündigt, nicht noch einmal anzutreten.

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Auch die Bellenberger Bürgermeisterin hört auf

So will zum Beispiel Simone Vogt-Keller das Bellenberger Rathaus aus gesundheitlichen Gründen zum Ende der laufenden Amtsperiode verlassen. Ihre Entscheidung habe sie so früh angekündigt, damit ausreichend Zeit bleibt für die Suche nach einem Nachfolger, sagte Vogt-Keller. Auch Gerhard Struve sieht dem Ende seiner Zeit als Unterrother Bürgermeister entgegen. Der 64-Jährige sagte bereits vor einigen Wochen im Gespräch mit unserer Redaktion: „Nach 18 Jahren, also drei Amtsperioden, ist es Zeit für einen Nachfolger.“

Gerade in kleineren Kommunen ist die Liste der Interessenten für das Bürgermeister-Amt oft kurz, manchmal auch ganz leer. In Unterroth allerdings hat nun ein Kandidat angekündigt, bei der Wahl für den Posten antreten zu wollen.

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Norbert Poppele will Bürgermeister werden

Norbert Poppele würde gern, sofern die Unterrother ihm ihre Stimmen geben, 2020 ins Rathaus einziehen. Der 59-Jährige hält es nicht für verfrüht, sich jetzt schon Gedanken über die Wahl im kommenden Jahr zu machen. Er erinnert sich noch gut an die Zeit, als Struves Vorgänger, der inzwischen verstorbene Günter Steinmüller, nicht mehr kandidierte. „Da war plötzlich ordentlich Hektik im Gemeinderat. Man hatte Angst, keinen Kandidaten zu finden und im schlimmsten Fall sogar die Selbstständigkeit Unterroths zu verlieren.“ Daher habe er sich rechtzeitig melden wollen, dass dann alles in Ruhe weitergehen könne, sagt Poppele. Falls es in Unterroth noch jemanden gebe, der ebenfalls Interesse an dem Amt habe, bleibt dem ausreichend Zeit für die Kandidatur. Gegen einen Gegenkandidaten, obwohl es den bei den vergangenen Wahlen in Unterroth nicht gab, hätte Poppele nichts einzuwenden. „Das ist Demokratie. Da muss man dann sehen, wie der Wähler entscheidet.“

Der Unterrother Bürgermeister übt sein Amt ehrenamtlich aus. Das ist, wie in anderen kleinen Kommunen in der Region, ein Grund, warum es schwer ist, geeignete Kandidaten zu finden. Auch Poppele weiß, dass es nicht einfach ist, die Aufgaben des Bürgermeisters mit einem regulären Beruf zu vereinen. Er kündigt an, im Falle eines Wahlsiegs in seinem Job als Koch kürzer zu treten.

Der Bürgermeisterkandidat saß auch schon im Kreistag

Poppele hat bereits einige Erfahrungen in der Kommunalpolitik gesammelt. Er saß unter anderem 18 Jahre lang im Gemeinderat in Unterroth. 2007 wurde er für die ÖDP in den Kreistag gewählt. Dort wechselte er dann zu den Freien Wählern, weil er als einziger ÖDP-Kreisrat und als Fraktionsloser in keinem Ausschuss vertreten war und daher kaum Möglichkeiten hatte, etwas politisch zu gestalten. Für die Freien Wähler saß der 59-Jährige dann im Sozialhilfeausschuss. An der Kommunalpolitik in kleinen Orten wie Unterroth gefällt Poppele besonders, dass dabei nur nach Sachlage entschieden werde: „Es gibt keinen Partei-Zwist. Gute Anträge werden nicht abgelehnt, nur weil sie vom politischen Gegner kommen.“

Wie soll sich der Ort entwickeln?

Über die Zukunft von Unterroth hat sich der Bürgermeisterkandidat schon einige Gedanken gemacht. Er sagt: „In Unterroth stehen viele Entscheidungen unter dem Aspekt ‘Quo vadis? – wohin gehen wir?’ an. Soll der Ort weiter wachsen? Wollen die Bürger das, wenn dadurch der Dorfcharakter des Ortes immer weiter verloren geht?“ Auf der anderen Seite müsse die Gemeinde ja neue Gewerbegebiete ausweisen. Auch das Thema Umweltschutz liegt Poppele am Herzen, insbesondere die Frage, wie erneuerbare Energien in der Region genutzt werden könnten. Auch der Tourismus in der Region könnte künftig mehr ausgebaut werden, findet Poppele.

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