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Kettershausen

10.03.2020

In die Kläranlage fließt das meiste Geld

Die Sanierung der Kläranlage ist heuer die größte Investition im Haushalt 2020 der Gemeinde Kettershausen.
Bild: Zita Schmid

Um einen einwandfreien Betrieb der Kläranlage zu gewährleisten, muss die Anlage in Kettershausen modernisiert werden.

Die derzeitige Kläranlage in Kettershausen wurde vor 20 Jahren als Scheibentauchkörperanlage gebaut. Nun läuft Ende des Jahres der Genehmigungsbescheid für das Wasserrecht aus. Um eine neue Genehmigung zu erhalten, ist ein einwandfreier Betrieb der Kläranlage nach dem Stand der Technik notwendig. Wie berichtet wird die Anlage deshalb umgebaut und ertüchtigt. Eine moderne SBR-Anlage (SBR steht für Sequentielle Biologische Reinigung) soll entstehen.

Die Kosten für die Modernisierung sind hoch

Die Bruttokosten dafür werden mit 1,347 Millionen Euro beziffert. Das Vorhaben stellt den größten Investitionsposten im diesjährigen Haushaltsplan dar. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte Jörg Nickel vom beauftragten Ingenieurbüro Wegener & Hinz die Kostensumme. Ursprünglich war man von 880 000 Euro ausgegangen. Das seien die geschätzten Kosten vor etwa zwei Jahr gewesen, so Nickel. Die Preisdynamik hätte seitdem die Kosten in die Höhe getrieben. Zudem seien die Planungen nach der Zusage für einen Förderzuschuss optimiert worden.

Wie berichtet, hat die Gemeinde in der Zwischenzeit einen Zuwendungsbescheid erhalten. Laut Bürgermeisterin Susanne Schewetzky wird in dem Bescheid kein Betrag genannt. Die Fördergelder berechnen sich dann nach der Zahl der Einwohner, die angeschlossen werden. 249 Euro sind hier je Einwohner angesetzt. Zu der Optimierung gehören neben einem modernen Prozessleitsystem, unter anderem auch ein neuer Rechen, ein weiterer Schlammspeicher und die Beschichtung der Altbecken. Würden diese Dinge nicht umgesetzt, so könnten 150 000 Euro gespart werden, informierte Nickel.

In die Kläranlage fließt das meiste Geld

Die 50-prozentige Preissteigerung ist für manche eine "Hemmschwelle"

Der Zweite Bürgermeister Markus Koneberg und der Dritte Bürgermeister Daniel Sonntag sahen in der rund 50-prozentigen Preissteigerung eine „Hemmschwelle“. Nickel betonte, dass er für die gestiegenen Preise nichts könne. Bedingt durch die Zusage der Fördermittel beurteilte er die Optimierung der Kläranlage aber als „einmalige Chance“. Dementsprechend wurde dann auch ausgeschrieben und laut der Bürgermeisterin wurden vor Kurzem die vier Fachlose für die Gewerke Erdbau, Behälterbau, maschinentechnische Ausrüstung sowie EMSR-Technik (Elektrische Mess-, Steuer- und Regeltechnik) bereits vergeben.

Auf Nachfrage von Sonntag nannte Nickel die hierin genannten Preise als „safe“ (sicher). Nachträgliche Preiserhöhungen seien demnach kaum zu erwarten. Nach Vorbereitungen im April soll es mit dem Bau der SBR-Anlage im Mai richtig losgehen. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten beendet sein. Beeinträchtigungen sind laut Nickel während der Bauphase nicht zu erwarten. (zisc)

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