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Restaurierung

22.09.2011

Jetzt ist der Kirchturm eingepackt

Die Risse werden mit Spiralankern überbrückt und verpresst.
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Die Risse werden mit Spiralankern überbrückt und verpresst.

Nach Dachstuhlsanierung nun das Mauerwerk. Frische Farbe für Ziffernblätter

Osterberg Die mit Unterstützung des Amtes für Denkmalpflege unternommene Außenrestaurierung der fast 500 Jahre alten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Osterberg geht in die nächste Runde. Bislang waren die von Braunfäule erfassten Holzteile im Dachstuhl und an der Mauerlatte ausgewechselt worden, sodass die Statik wiederhergestellt war. Nun wurde der Turm bis zum First eingerüstet und mit dem Verpressen der gefährlichen Mauerrisse am Kirchenschiff begonnen.

Auch nach der ursprünglichen Fassadenfarbe wird gesucht

Diese Reparaturen werden sich über den Herbst hinziehen, informiert Kirchenpfleger Martin Rogg, sodass die geplanten Erd- und Pflasterarbeiten erst im Frühjahr stattfinden könnten. Die notwendige Dachstuhlrenovierung hatte länger gedauert. Jetzt gilt es, die an verschiedenen Seiten des Kirchenschiffs aufgetretenen Mauersprünge zu schließen. Um diese besser zu erkennen, wurde die Außenfassade abgedampft und gereinigt. Danach wurden die Risse freigelegt und die salzbelasteten Putzteile abgeschlagen. Mit Spiralankern sollen sie überbrückt und anschließend verpresst werden. Damit ist die Stabilität des Mauerwerks wieder gewährleistet. Als nächster Arbeitsschritt ist eine Farbuntersuchung der Außenfassade geplant, damit der Kirchenmaler die Originalfarben herausfindet. Rogg schätzt, dass in den nächsten Wochen die Farbmuster angeschaut werden können. „Es ist der Wunsch des Landesamtes für Denkmalpflege“, so Rogg, „dass die Kirche großteils in ihrer ursprünglich gestalteten Form wiederhergestellt werde.“ Sobald die Kirche wieder verputzt ist, könne mit dem neuen Anstrich begonnen werden.

Die Arbeiten betreffen auch den Kirchturm, dessen First zudem renovierungsbedürftig ist. Ebenso müssen einige Teile am Gesims ausgebessert werden. Auch die Ziffernblätter bedürfen einer Farbauffrischung, „die Uhr selbst ist aber gut in Schuss“, so Rogg.

Eine Überprüfung im Kircheninneren hatte ergeben, dass sich im Zuge der Dachstuhlarbeiten an einigen Stellen die Decke gelöst habe. Diese wurden hinterspritzt und so neu gesichert.

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