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31.01.2019

Junge Männer pöbeln vor Polizeiwache

Was die Gruppe in Mindelheim damit erreichen wollte

Mehrere junge Männer haben sich in der Nacht zum Sonntag vor der Polizeiwache in Mindelheim zusammengerottet. Sie hatten offenbar die Absicht, einem Freund, der betrunken Roller gefahren war, aus der Patsche zu helfen. Die Aktion ging nach hinten los.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, fuhr ein betrunkener 19-Jähriger nachts mit einem Motorroller durch die Stadt. Ein Zeuge hielt ihn an und identifizierte ihn eindeutig. Als der 19-Jährige weiterfuhr, verständigte der Zeuge die Polizei. Kurze Zeit später traf eine Streife den Rollerfahrer vor seiner Wohnung in der Mitte einer Gruppe an. Die jungen Männer wollten ihren Freund in Schutz nehmen und behaupteten, dass sie den Abend miteinander verbracht hätten und dass der 19-Jährige gar nicht gefahren sein kann. Wegen der eindeutigen Zeugenaussage wurde der Fahrer zur Wache gebracht. Die informierte Staatsanwältin ordnete zwei Blutentnahmen an.

In der Zwischenzeit trafen die Freunde des Fahrers vor der Wache ein. Sie klingelten Sturm und begehrten Einlass, um den Freund durch ihre Aussagen zu entlasten. Da der Zeuge der Fahrt im Vorraum saß, wurden die Männer nicht hereingelassen. Vor der Wache beleidigten sie durch eindeutige Gesten und Ausdrücke sowohl die Polizisten als auch den Zeugen. Selbst nach ausdrücklicher Aufforderung zu gehen und nach der Bekanntgabe eines Platzverweises wollte die Gruppe das Gelände nicht verlassen. In der Zwischenzeit wählte einer der Männer den Notruf, um so Einlass in das Gebäude zu erreichen.

Erst nachdem mehrere Streifen der umliegenden Dienststellen zur Unterstützung eingetroffen waren, konnten die Personalien der Anwesenden festgestellt werden. Es wird nun wegen Beleidigung, Hausfriedensbruch und Missbrauch von Notrufen ermittelt, so die Polizei.

Die Blutentnahmen bei dem Rollerfahrer konnten anschließend problemlos durchgeführt werden. Seine Trunkenheitsfahrt wird ebenfalls verfolgt und angezeigt. (az)

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