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Illertissen

08.10.2018

Junge Stars eröffnen Festival in Illertissen

Das Junge Kammerorchester Stuttgart begeisterte bei Trompetenkonzerten mit dem Solisten Simon Höfele in der Festhalle des Kollegs.
Bild: Regina Langhans

Zum Auftakt erklang ein berühmter Haydn-Opus. Illertisser sind beim Finale dabei.

Eröffnungskonzerte haben etwas Feierliches und sind von Ansprachen begleitet. Beim Auftakt zum fünften „Festival für junge Künstler – Stars von morgen“ am Samstag ist es aber jugendlich beschwingt zugegangen. Reden gab es dennoch: Als Schirmherrin betonte Politikerin Beate Merk die Besonderheit, jungen preisgekrönten Künstlern eine Bühne zu geben. „Erstmals sind junge Stars aus Illertissen dabei, die am 21. Oktober zum Finale auftreten werden“, so Merk.

Den Auftakt hingegen übernahm das Junge Kammerorchester Stuttgart mit dem 23-jährigen Solotrompeter Simon Höfele aus Darmstadt.

Zunächst als reines Streichensemble eröffnete es den Abend mit dem 1772 entstandenen Divertimento in D-Dur von Leopold Amadeus Mozart. Mit ihrem klangreinen, fröhlich aufeinander eingehenden Spiel gaben sie den Zeitgeist Mozarts wieder. Für das Präludium mit Fuge in f-Moll von August Halm (1869 bis 1929) erhielten sie von den Bläsern Verstärkung. Auch Dirigent Alexander Adiarte betrat die Bühne und das Orchester war komplett.

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Darauf folgten die mit Spannung erwarteten beiden Trompetenkonzerte, Paradestücke eines jeden Bläsers: Das Trompetenkonzert in Es-Dur, das Johann Nepomuk Hummel 1803 verfasste, und noch herausfordernder das von Joseph Haydn 1796 in der gleichen Tonart geschriebene Werk. Simon Höfele hatte am Vortag des Konzerts mit dem Orchester geprobt und seinen Part, insbesondere die Soli bei Haydn, mit viel Strahlkraft, weichen Ansätzen und schmetternden Klängen vorgetragen. Im späteren Gespräch erzählte er, dass er an seiner Trompete die Möglichkeit zu Extremen, im Charakter wie im Umfang der Töne, schätze. Seine Leidenschaft habe er als Fünfjähriger entdeckt, indem er auf einem billigen Dekorationsstück des Vaters herumprobierte.

Zum Ausklang gab es mit Variationen zu einem Tschaikowski-Thema von Anton Stepanowitsch Arensky erneut schwer zu spielende Musik. Auch hierbei war es für die rund 400 Zuhörer das reinste Vergnügen, dem steten Auf und Ab der Geigenbögen über alle Saiten zuzuhören. Als Dank für den reichen Applaus gab’s fetzige Zugaben.

Dem Konzert zum Auftakt folgen nun noch vier weitere. Mehr über das Programm erfahren Sie hier: Eine junge Illertisser Erfolgsgeschichte

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