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Altenstadt

23.05.2019

Kaplan Mathäus Thayamkery nimmt Abschied von Altenstadt

Pfarrer Benjamin Beck verlässt die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt: Diese Nachricht hat die Gottesdienstbesucher am Wochenende erreicht – und sie kam für viele überraschend.
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Pfarrer Benjamin Beck verlässt die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt: Diese Nachricht hat die Gottesdienstbesucher am Wochenende erreicht – und sie kam für viele überraschend.
Bild: Regina Langhans (Symbol)

Kaplan Pater Mathäus verlässt die Pfarreiengemeinschaft. Die Diözese will seine Stelle nicht nachbesetzen. Für die Gläubigen wird das eine Herausforderung.

Kaplan Pater Mathäus Thayamkery verlässt die Pfarreiengemeinschaft (PG) Altenstadt. Ab 1. September arbeitet er in der PG Pfänderrücken im Allgäu, wo er in den drei Pfarreien Lindenberg, Scheffau und Scheidegg für 8000 Katholiken seinen Dienst tun wird.

Pater Mathäus wird sich dort – wie schon in Altenstadt – seelsorgerisch vor allem um kranke und alte Menschen kümmern. In Altenstadt habe er sich gut eingelebt und viele Menschen kennengelernt, sagt der Pater. Er selbst würde gern länger im Illertal bleiben. Aber, so sagt er weiter: „Ich bin ein Diener. Dorthin, wo ich geschickt werde, arbeite ich“.

Aufgewachsen ist der 56- jährige Pater, der zur Kongregation der Heiligen Theresia vom Kinde Jesu gehört, in der südindischen Provinz Kerala. Er ist das siebte von neun Kindern. Die Großfamilie lebte von der Landwirtschaft. 1992 wurde er in Indien zum Priester geweiht und war anschließend zehn Jahre im Norden des Landes eingesetzt. Seit 2002 ist er Priester im Bistum Augsburg und kam zunächst nach Memmingen. Seit 2014 ist Pater Mathäus Kaplan in Altenstadt, wo er im Juli 2017 sein Silbernes Priesterjubiläum feierte.

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Warum Pater Mathäus keinen Nachfolger bekommt

Als Pfarrer Benjamin Beck Altenstadt im Frühjahr 2018 überraschend verließ, hielt der Kaplan in der pfarrerlosen Zeit bis September allein die Stellung. Nach Pater Mathäus Weggang müssen die Gemeinden allerdings ohne Kaplan auskommen. Pfarrer Thomas Kleinle, der Nachfolger von Benjamin Beck, erklärt, dass hier die sogenannte „Pastorale Raumplanung 2025“ greife. Für diese Personalplanung der Diözese Augsburg sei die komplette Pfarreiengemeinschaft Altenstadt in Bezug auf Fläche, Anzahl der Kirchen, pastorale Mitarbeiter und die Zahl der dort lebenden Katholiken bewertet worden. Dies sei auch vor dem Hintergrund der geschätzten Anzahl der zur Verfügung stehenden Priester geschehen.

Die PG Altenstadt mit ihren fünf Pfarreien (neben Altenstadt auch Herrenstetten, Kellmünz, Untereichen und Osterberg) und zehn Ortschaften zählt insgesamt gut 4500 Katholiken. Diese vergleichsweise geringe Zahl war laut Kleinle wohl ein wesentlicher Grund, wieso die Kaplanstelle gestrichen wurde. Er selbst habe nach Erhalt der Nachricht schon „kräftig geschluckt“. Auch wenn es in den kommenden Jahren zu erwarten gewesen sei, sei es jetzt doch überraschend schnell gegangen. „Mit Pater Mathäus verlieren wir einen geschätzten Mitbruder und Menschen“, bedauert Kleinle in dem Wissen, dass die Entscheidung der Diözese feststeht.

Die Gemeinschaft muss zusammen halten

„Für die ganze Pfarreiengemeinschaft bedeutet dies eine große Veränderung“, sagt Kleinle. Die Anzahl der Gottesdienste in der PG wird halbiert werden müssen. Kleinle könne den Dienst von zwei Priestern nicht allein bewerkstelligen. Taufen, Beerdigungen und die Seelsorge wird hauptsächlich er übernehmen. Unterstützung bekommt Kleinle weiterhin von Monsignore Horst Grimm, Kellmünzer Priester im Ruhestand. Dennoch sei es eine große Herausforderung. Kraft und Zuversicht habe er von den vielen Ehrenamtlichen in der PG erhalten. Sie hätten ihm ihre Unterstützung zugesagt. So blickt Pfarrer Kleinle auch optimistisch in die Zukunft. Er ist überzeugt: Als Gemeinschaft, die zusammenhält, kann die neue Situation gemeistert werden.

Pater Mathäus Thayamkery wird während des Sonntagsgottesdienstes am 21. Juli in der Altenstadter Pfarrkirche „Zum Guten Hirten“ verabschiedet. Beginn ist um 10 Uhr.

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