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Kettershausen

15.02.2021

Kettershausen befürwortet Verlängerung des Projekts Öko-Modellregion

Weiderinder grasen in Kettershausen. Ende März soll im Rahmen des Projektes Öko-Modellregion Günztal eine mobile Schlachtbox in Betrieb gehen.
Foto: Zita Schmid (Archivfoto)

Plus Die Projektmanagerin der Öko-Modellregion Günztal berichtet in Kettershausen über laufende Projekte. Dazu gehört bald auch stressfreieres Schlachten.

Die Gemeinde Kettershausen will in der Öko-Modellregion (ÖMR) Günztal weiterhin mitwirken. „Wir als Naturgemeinde sind hier sehr gerne mit dabei“, sagte Bürgermeister Markus Koneberg jüngst in der Gemeinderatssitzung. Nach der ersten, zweijährigen Förderperiode, die im November 2021 ausläuft, soll eine Verlängerung um weitere drei Jahre angestrebt werden.

Auch wenn die Corona-Pandemie das ein oder andere ausgebremst hat, so geht es dennoch voran in der ÖMR Günztal. So seien bereits regionale Wertschöpfungsketten, vom Produzenten bis zum Verbraucher, aufgebaut worden, informierte Projektmanagerin Rebecca Schweiß in der Sitzung. Auf Initiative der Öko-Modellregion gemeinsam mit den Weiderind-Betrieben hätten beispielsweise erstmalig Genusswochen zum Thema Günztal-Weiderind in der Gastronomie angeboten werden sollen. Pandemiebedingt mussten diese ausfallen.

Das Seniorenheim Obergünzburg will mehr regionale Bioprodukte

Alternativ habe ein Gastwirt in Oberopfingen deshalb eine „Foodbox“ für zu Hause kreiert, berichtete Schweiß. Das Seniorenheim Obergünzburg will zukünftig auf mehr regionale Bioprodukte in der Küche setzen und auch Bäcker, die offen seien für alte Getreidesorten, seien bereits gefunden, zählte sie Beispiele auf. Auf der Agenda der ÖMR stehen Projekte in den Bereichen Günztal-Weiderind, Bio-Ackerbau, alte Kultursorten, Steuobst- und Artenvielfalt, Bewusstseinsbildung sowie Bio in Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie. Diese sollen umgesetzt, ausgebaut oder unterstützt werden.

Zum Punkt Günztal-Weiderind berichtete die Projektmanagerin, dass Ende März eine mobile Schlachtbox in Betrieb gehe. Diese alternative und stressfreiere Schlachtmethode könne generell für Rinder hergenommen werden. Gemeinderat Clemens Winter schlug vor, gegebenenfalls die regionalen Imker mit in die ÖMR einzubinden. Schweiß nannte das einen „super Anknüpfungspunkt“. Interessierte könnten gerne Kontakt mit ihr aufnehmen.

Der Bürgermeister von Kettershausen betont: Öko heißt nicht Bio

Für Bürgermeister Markus Koneberg war es ein Anliegen zu betonen, dass in der ÖMR Günztal das „Öko“ nicht ausschließlich „Bio“ bedeute. „Wir wollen auch die konventionelle Landwirtschaft mit ins Boot nehmen“, sagte er. Der Beschluss, das Projekt auch über die erste Förderperiode hinaus fortzusetzen, fiel im Gremium einstimmig. Vorausgesetzt wurde dabei ein weiterhin 75-prozentiger Fördersatz. Die verbleibenden 25 Prozent der Kosten werden aktuell auf die 15 Mitgliedsgemeinden umgelegt. Kettershausen hat dabei jährlich rund 900 Euro zu tragen.

Weitere Information zum Projekt Öko-Modellregion finden Interessierte auf dieser Internetseite.

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