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Buch

01.06.2017

Kindergarten sorgt erneut für Debatte

Auf diesem Grundstück soll der neue Kindergarten entstehen.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

In Buch soll ein Ingenieurbüro mit der Planung für die Errichtung des Gebäudes beauftragt werden. Doch die UWG sieht ein grundsätzliches Problem in der Einrichtung.

Der geplante Kindergarten ist und bleibt wohl vorerst das Thema in Buch. So wurde in der Gemeinderatssitzung erneut über die Einrichtung diskutiert. Die drei Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft Buch (UWG) erkannten ihrer Meinung nach ein Problem bei den Neubau.

Eigentlich sollte es laut Tagesordnungspunkt um die Vergabe des Planungsauftrags an ein Ingenieurbüro gehen. Dazu kam es vorerst nicht: Stattdessen wurde über den Kindergarten-Neubau selbst debattiert. Und so stellte Rat Gernot Mair (UWG) nach einer fast halbstündigen Diskussion, in der es um die Größe des Kindergartens und dessen Gruppen ging, den Antrag: „Aufgrund der Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Planung des Kindergartens Buch, nicht bekannt war, dass der Kindergarten in Obenhausen bestehen bleibt, beantragt die UWG die Reduzierung/Verkleinerung des Bucher Kindergartens um die Obenhauser Gruppen.“

Auslöser dieses Antrags war, dass der Obenhausener Kindergarten mindestens mit einer Gruppe bestehen bleiben soll (wir berichteten). Mair merkte jetzt im Gremium an, dass sich die Situation dadurch grundlegend geändert habe und „das setzt voraus, dass sich auch die Planung ändert und damit auch die Platzverhältnisse“. Weiter sagte er: „Ich bin nicht gegen den Neubau vom Bucher Kindergarten, was in Buch passiert, ist mir völlig Banane.“ Ihm sei es immer darum gegangen, dass der Obenhauser Kindergarten bestehen soll. Der Bucher Kindergarten bräuchte nun weniger Gruppen.

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Rat Max Braunmiller (Freie Bürger Buch) meinte, man müsse abwarten, ob die Kinder tatsächlich in Obenhausen bleiben oder nach Buch gehen. Mair äußerte jedoch: „Abwarten ist nicht richtig.“ Denn jetzt werde in das Projekt in Buch investiert.

Bürgermeister Roland Biesenberger (CSU) argumentierte: „Wir wollen keine Überbelegung. Wir sind in Buch von knapp 3600 auf 3900 Einwohner gewachsen. Was bringt ein Kindergarten, der von Haus aus zu klein ist?“ Dem schloss sich Andreas Vogel (Freie Bürger Buch) an und sagte, der Kindergarten in Obenhausen sei ohnehin „völlig voll“. „Der Bedarf an einer Gruppe mehr besteht.“

Biesenberger wollte merklich beim Thema Kindergarten zu einem Ende kommen und so fragte er mehrmals in die Runde, warum jetzt alle Beschlüsse wieder rückgängig gemacht werden sollten, dabei stoße man auch den Planern vor den Kopf.

Buchmiller sagte dazu, dass Buch auch in Zukunft für junge Familien attraktiv bleiben soll. Dem stimmte Rat Xaver Dürr zu. „Es wäre die größte Lachnummer, wenn wir jetzt bauen und der Kindergarten wäre zu klein“, sagte auch Rainer Schmid (beide Freie Bürger Buch).

Mair beantragte dennoch im Namen der UWG die genannte Reduzierung des Neubaus um die Obenhauser Gruppen. Dieser Antrag wurde jedoch nur von den UWG-Mitgliedern befürwortet, das restliche Gremium stimmte dagegen. So konnten sich die Gemeinderäte nach mehr als 30 Minuten Diskussion dem eigentlichen Thema widmen: Der Planungsvergabe an ein Ingenieurbüro. Mit den drei Gegenstimmen der UWG beschloss der Gemeinderat schließlich, die Bietergemeinschaft Köhler Architekten und beratende Ingenieure GmbH/ Kling Consult Planungs- und Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH, mit der Planung zur Errichtung der Kindertagesstätte zu beauftragen.

Ein weiteres Thema im Gemeinderat waren die bereits heiß diskutierten Verdunklungsmöglichkeiten des Dorfstadels (wir berichteten). Vor einigen Wochen waren sich die Räte uneins darüber, wie das Gebäude am besten beschattet werden könnte. Nun stellte Herbert Ries von der Firma Heim und Haus eine mögliche Lösung vor. Demnach sollen Polyester-Stoffe, die in einem Metallrahmen eingegliedert sind und über ein Solarmodul und Motor betrieben werden, die Westfassade des Stadels abdunkeln. Kostenpunkt: Knapp 12000 Euro. Die Akkulaufzeit für die Beschattungen reicht laut Fachmann Ries für etwa acht Jahre. Mit einer Gegenstimme sprach sich der Gemeinderat dafür aus. Der Bürgermeister sprach zudem an, dass der Spielplatz in der Unteren Straße – entgegen einiger Gerüchte – vollständig funktionsfähig bleiben und wieder hergestellt werden soll. Dort wird derzeit ein Ärztehaus gebaut.

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