Newsticker

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich mit Corona infiziert
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Kirche und Kommune pflegen die Gemeinschaft

Auftakt

03.01.2020

Kirche und Kommune pflegen die Gemeinschaft

Ein erstes Prosit aufs neue Jahr, von links: Jürgen Eisen, Andreas Specker, Hans-Joachim Scharrer vor der Stadtpfarrkirche St. Martin.
Bild: Regina Langhans

Beim Neujahrsempfang der katholischen Kirche in Illertissen nutzen viele die Gelegenheit zur Begegnung

Der Neujahrsempfang der Pfarreiengemeinschaft St. Martin eröffnet traditionell alljährlich den Reigen der Empfänge im Stadtgebiet. Als Hausherr hatte der katholische Pfarrer Andreas Specker auch seinem evangelischen Kollegen Hans-Joachim Scharrer sowie Bürgermeister Jürgen Eisen ein Forum für Betrachtungen zum begonnenen Jahr 2020 geboten.

Angesichts der trocken-kalten Witterung konnte das gemeinsame Prosit nach dem Festgottesdienst für alle fünf Pfarreien im Brunnenhof der Stadtpfarrkirche stattfinden. Die Pfarrgemeinderäte aus Au, Betlinshausen, Jedesheim, Illertissen und Tiefenbach hatten die Organisation übernommen und sich auch um passende Verpflegung gekümmert. So nützten viele Besucher den Anlass, um im romantisch erleuchteten Innenhof Neujahrswünsche auszutauschen und sich zu unterhalten.

Stadtpfarrer Specker griff in seinen Grußworten die fürs neue Jahr gerne geäußerten Wünsche nach guter Gesundheit auf. „Vor allem viel Gesundheit, das bekommen wir immer wieder zu hören“, sagte er. Aber was sollten Leute davon halten, die krank seien, für die solche Wünsche kaum in Erfüllung gehen könnten? „Ist denn Gesundheit alles, was wir brauchen?“, stellte Specker die Frage in den Raum. Es müsste noch mehr geben: Trost, Zuversicht, Vertrauen in Gott. Kranke bräuchten die menschliche Zuwendung und dafür seien die vielen Ehrenamtlichen gefragt. Specker weiter: Die Mitarbeiter in den einzelnen Pfarreien wüssten meist ganz gut, was im neuen Jahr anstehe. Anders sei es dagegen in der Diözese als übergeordnete Einheit. Über deren Weg, wer künftig Bischof werde, herrsche noch völlige Ungewissheit, so Specker.

Kirche und Kommune pflegen die Gemeinschaft

Pfarrer Hans-Joachim Scharrer von der evangelischen Christuskirche in Illertissen erinnerte an das Unvermögen der Menschen, indem er sagte: „Es ist oft ein kleiner Glaube, der Großes bewirken kann.“ Und er wünschte allen eine Zukunft im Glauben und Vertrauen auf einen „starken Gott“.

Bürgermeister Jürgen Eisen erinnerte daran, dass Kirchen und Kommunen ähnliche Ziele verfolgten und im Alltag viele Berührungspunkte hätten. So sagte der Bürgermeister: „Das fängt schon beim Kindergarten an, wofür beide Institutionen eng zusammenarbeiten.“ Eine Gemeinschaft, auch Illertissen, könnte ohne Ehrenamtliche nicht funktionieren. „Fehlte das Engagement, wäre die Stadt tot“, befürchtete Eisen. Die Vereine machten das Zusammenleben in der Gesellschaft bunt. „Als Kommune können wir das gar nicht leisten.“ Ähnlich verhalte es sich in der Kirche.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren