Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Klärwärter fischen nicht mehr im Trüben

Abwasser

04.03.2011

Klärwärter fischen nicht mehr im Trüben

Die neue Belüftungsanlage bläst Sauerstoff unters Wasser, das jetzt sprudelt.
3 Bilder
Die neue Belüftungsanlage bläst Sauerstoff unters Wasser, das jetzt sprudelt.

Osterberg modernisiert Rechenanlage und Belüftungstechnik

Osterberg Vergangenen Donnerstag waren die Modernisierungsarbeiten an Osterbergs Kläranlage beendet, und noch um die Mittagszeit konnte das Abwasserreinigungssystem wieder in Betrieb gehen.

In gerade mal achteinhalb Tagen waren der Austausch von Rechenanlage und Belüftungstechnik über die Bühne gegangen, nicht zuletzt weil die Zusammenarbeit von Ingenieurbüro, Firmen und Gemeinde gut geklappt habe, erklären die Gemeindearbeiter Valentin Jans und Anton Mensch. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Überwachung der Kläranlage. Diese musste für die Reparaturarbeiten außer Betrieb genommen werden. Das anfallende Abwasser wurde zwischengelagert, um es später zur Reinigung in die erneuerte Anlage wieder zurückholen zu können. Und das Belebungsbecken mit 600 Kubikmeter musste leer gepumpt werden, damit die neue Belüftungstechnik installiert werden konnte. Dass diese bitter nötig war, bewiesen die bereits fest gewordenen Ablagerungen im Untergrund. Da sie sich von der beauftragten Entsorgungsfirma nicht mehr abpumpen ließen, mussten die beiden Klärwärter dies mit Schaufeln zuwege bringen. Sie füllten die Masse in eine Baggerschaufel, um sie wegzufahren und ebenfalls zwischenzulagern für die spätere Entsorgung. „Das bedeutete zwei Tage echte Knochenarbeit“, resümieren Mensch und Jans und genießen es um so mehr, dass jetzt alles so schön rund läuft: „Toll, wie es im Becken sprudelt.“ Die neue Anlage enthält 40 Belüftungsteller, über die Sauerstoff ins Abwasser geblasen wird. Für Reinigungsarbeiten kann sie aus dem Wasser gehoben werden, sodass nichts mehr abgelassen werden muss.

An der neuen Rechenanlage mit Sandwäsche im Betriebsgebäude fällt angenehm auf, dass sie geschlossen und deshalb geruchshemmend ist. Ein rotierender Rechen nimmt den Unrat aus dem vorbeifließenden Abwasser auf, befördert ihn per Schnecke nach oben, wo er gepresst und in den Abfallcontainer geleert wird. Darunter der ähnlich funktionierende Sandfang, der den gewaschenen Sand in einen Schubkarren abgibt. „Da sind dann keine organischen Stoffe mehr enthalten“, informieren die Klärwärter.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren