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Krone in Illertissen: Jetzt blüht die Gastroszene langsam wieder auf

Kommentar Von Felicitas Macketanz
12.07.2019

Mit der Krone wird in Illertissen ein Neuanfang gewagt. Und sie ist nicht das einzige Lokal, das wiederbelebt wird.

Was hatte diese Nachricht für hohe Wellen in der Region geschlagen: „In der Krone bleibt die Küche kalt.“ Zahlreiche Leser wandten sich damals an unsere Redaktion, nachdem im Mai 2018 die Insolvenz des traditionsreichen Restaurants öffentlich bekannt gegeben wurde. Es war ohne Zweifel ein Einschnitt in die Illertisser Gastroszene: Der damalige Pächter hatte das Lokal schließlich seit mehr als drei Jahrzehnten geleitet. Hier die Geschichte von damals: In der „Krone“ bleibt die Küche kalt

Und noch mehr verbarg sich hinter dieser Nachricht: Denn damit erreichte die bedauerliche Entwicklung der gesamten Gastronomie in der Region auch Illertissen. Etliche Betriebe schlossen ihre Türen (aus unterschiedlichen Gründen), wie etwa die Linde in Illereichen, der Hase und das Restaurant des Hotels zum Löwen in Weißenhorn sowie der Schwarze Adler in Vöhringen. Experten sagten damals im Gespräch mit unserer Redaktion voraus, dass das Wirtshaussterben weitergehen werde. Lesen Sie dazu auch: Anfänge und Abschiede: Die Illertisser Gastro-Szene ist kräftig in Bewegung

Positives Beispiel auch aus Vöhringen

Und jetzt die positive Nachricht: Es geht auch anders. Beispiele gibt es hierfür zum Glück einige: Für den Schwarzen Adler in Vöhringen wurden neue Pächter gefunden, die das Lokal vor Kurzem wieder offiziell eröffneten – unter neuem Namen und mit neuem Konzept. Relativ neu ist in Illertissen auch das Café Freeda am Marktplatz – und kommt bisher gut bei der Bevölkerung an. Zuvor war in den Räumen, in denen jetzt Sandwiches und Kaffee über die Theke gereicht werden, ein Tanzstudio untergebracht.

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Und nun folgt in Illertissen die Krone diesen Beispielen, wie Sie hier lesen: Die Krone in Illertissen soll schon bald wiederbelebt werden. Sie ist eine der ältesten Gaststätten in der Vöhlinstadt – und somit auch ein echtes Stück Geschichte, das im Zentrum der Kommune endlich wiederbelebt wird. Es ist ein Neuanfang mit einem klaren Zeichen: es geht aufwärts.

Einen Haken gibt es jedoch: die Kunden. Nur wenn diese das neue Angebot annehmen und sich gerne abseits der massenhaften Mainstream-Lokale bewirten lassen, wie sie häufig in Großstädten zu finden sind, kann die Krone in Illertissen in Zukunft gehalten werden. Es wäre wünschenswert, dass die Einheimischen die örtlichen Gelegenheiten nutzen. Nicht zuletzt profitiert davon nämlich die gesamte Stadt. Wer einmal in einem Restaurant sitzt, schaut sich nach dem Essen gerne noch das ein oder andere Fleckchen im Ort an – und wird während dieses gemütlichen Rundgangs vielleicht sogar überrascht von den Möglichkeiten, die eine Kommune zu bieten hat.

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