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Landkreis Neu-Ulm

01.12.2020

Kurzarbeit nimmt wieder zu: So steht es um den Arbeitsmarkt im Kreis Neu-Ulm

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Neu-Ulm hat sich im November nicht verändert. Die Auswirkungen der Corona-Krise bleiben aber spürbar.
Bild: Rehder, dpa

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Neu-Ulm hat sich im November kaum geändert. Dafür steigt wieder die Zahl der Menschen in Kurzarbeit.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Neu-Ulm hat sich im November nicht wesentlich verändert. Aktuell sind nach Angaben der Agentur für Arbeit 3405 Menschen arbeitslos gemeldet, 21 weniger als vor einem Monat. Die Arbeitslosenquote beträgt weiterhin 3,3 Prozent. „Der für November angeordnete Lockdown light ließ zumindest die Arbeitslosenzahlen nicht weiter in die Höhe schnellen“, berichtet Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth.

Trotz des nahezu gleichbleibenden Bestandes an Arbeitslosen und einer stagnierenden Arbeitslosenquote herrsche am Arbeitsmarkt sehr viel Bewegung. Im November haben sich 917 Personen arbeitslos gemeldet, davon kamen 433 aus einer Erwerbstätigkeit (14 weniger als im Vorjahr). Im Gegenzug beendeten 946 Menschen die Arbeitslosigkeit, davon nahmen 350 eine Beschäftigung auf (64 mehr als im Vorjahr), so der Agenturleiter weiter. Die Zahl der Arbeitslosen liege mit 1141 Personen weit über dem Niveau des Vorjahres, auch die Nachfrage nach Arbeitskräften sei stark rückläufig. Kurzarbeit wird wieder vermehrt angezeigt. Richard Paul: „Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist also weiterhin angespannt und die bevorstehenden Wintermonate werden zusätzlich den saisonüblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich bringen.“

Kurzarbeit im Landkreis Neu-Ulm steigt wieder an

Von den 3405 arbeitslos gemeldeten Menschen waren 2386 (minus 18 im Vergleich zum Vormonat) bei der Arbeitsagentur und 1019 (minus 3 im Vergleich zum Vormonat) im Jobcenter gemeldet. Bei der Kurzarbeit sei nach einem Maximum im April sowie einem deutlichen Rückgang der Anzeigen in den darauffolgenden Monaten wieder ein deutlicher Anstieg im Vergleich mit dem Vormonat zu erkennen. Im November gingen 79 Anzeigen für 750 Personen ein; im Oktober waren es noch 30 Anzeigen für 219 Beschäftigte.

Im November wurden 274 neue Arbeitsstellen gemeldet, 66 weniger als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahr fällt die Nachfrage nach Arbeitskräften ebenfalls niedriger aus. Die Stellenmeldungen sind um 79 oder 22,4 Prozent zurückgegangen. Insgesamt befinden sich im Stellenpool 918 Arbeitsstellen, 889 oder 49,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Sinkende Quote im Unterallgäu

Die Arbeitslosenquote im Unterallgäu ist im November auf 2,4 Prozent gesunken. Damit ging die Quote nach Angaben der Agentur für Arbeit gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte zurück. 2018 Menschen hatten keinen Job. Das Unterallgäu hat damit die fünftniedrigste Arbeitslosenquote in Bayern. (az)

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