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Debatte

29.02.2020

Kurzzeitpflege: wieder feste Plätze

Das Thema Kurzzeitpflege hat in jüngster Zeit für Gesprächsstoff in Babenhausen gesorgt.

Im Seniorenwohnheim in Babenhausen werden vorerst zwei Zimmer für Kurzzeitpflegegäste frei gehalten

Im Kreisseniorenwohnheim St. Andreas in Babenhausen werden wieder zwei feste Plätze für die Kurzzeitpflege reserviert. Das kündigt der Unterallgäuer Landrat Hans-Joachim Weirather am Freitag per Pressemitteilung an. Zuvor hatten offenbar viele Gespräche, unter anderem mit den Mitarbeitern der Einrichtung, stattgefunden. Weirather macht in der Mitteilung aber nochmals deutlich: „Entgegen falscher Behauptungen vor Ort haben wir die Kurzzeitpflege in Babenhausen nie abgeschafft. Derzeit haben wir zwei Gäste zur Kurzzeitpflege in der Einrichtung.“ Die Vorgeschichte: Nachdem der Markt Babenhausen seine finanzielle Unterstützung der beiden Plätze eingestellt hatte, hat der Landkreis von sogenannter solitärer auf eingestreute Kurzzeitpflege umgestellt. Das bedeutet: Seit Anfang des Jahres wurden nicht mehr zwei Zimmer dauerhaft für die Kurzzeitpflege frei gehalten. Stattdessen wurden Gäste zur Kurzzeitpflege flexibel in gerade leer stehenden Zimmern untergebracht. Der Vorteil dieser Vorgehensweise ist aus Sicht des Landratsamts: Es müssten damit keine Zimmer dauerhaft frei gehalten werden; es gebe weniger Leerstände. „In den Kreisseniorenwohnheimen in Türkheim und Bad Wörishofen haben wir mit der eingestreuten Kurzzeitpflege gute Erfahrungen gemacht“, so Weirather. Trotzdem werden in Babenhausen vorerst wieder zwei Zimmer für Kurzzeitpflegegäste frei gehalten. Befürworter dieses Modells argumentieren, dass Angehörige besser planen könnten. Der Landrat lässt in diesem Zusammenhang wissen: „Unser vom Kreistag beschlossenes Seniorenkonzept gibt vor, einem stetig steigenden Bedarf nachzukommen. Die 19 Plätze für Kurzzeitpflege in der Klinik in Mindelheim sind gut und wichtig, reichen aber nicht aus.“ Geplant sei es alle Altenpflegeeinrichtungen im Unterallgäu nach ihren Angeboten und Planungen zu befragen. In der neuen Wahlperiode werde über das Thema dann in den Kreisgremien entschieden. „Natürlich wird sich der Landkreis weiter als Träger von Kurzzeitpflegeplätzen engagieren. Möglich wäre ein erweitertes Angebot in der Klinik in Ottobeuren. Auch Einrichtungen in anderer Trägerschaft kommen hier in Betracht“, so Weirather. Er will betonen: „Unsere Kreisseniorenwohnheime entwickeln sich stetig weiter. Die Einrichtung in Türkheim haben wir bereits erweitert, in Bad Wörishofen steht eine Erweiterung an, und auch in Babenhausen ist eine Vergrößerung in Betracht zu ziehen.“ Die Seniorenpolitik bleibe im Unterallgäu auch in Zukunft ein wichtiges Thema. „Unser Seniorenkonzept, das eine Fülle von Empfehlungen und Verbesserungsvorschlägen enthält, werden wir Zug um Zug umsetzen“, so Weirather. Die für den heutigen Samstag (10.30 Uhr) angesetzte Demonstration in Babenhausen findet wie geplant statt, teilt Initiator Franz Mutzel auf Nachfrage mit. (az/stz)

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