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Verleihung

10.11.2017

Landkreis Neu-Ulm wird mit Klimapreis ausgezeichnet

Der Landkreis Neu-Ulm wurde mit dem European Energy Award ausgezeichnet. Das Bild zeigt Geehrte und Ehrende in München mit Landrat Thorsten Freudenberger (Dritter von links).
Bild: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Den European Energy Award gab es unter anderem für die Sanierung des Illertal-Gymnasiums

Knapp drei Jahre lang wurde das Illertal-Gymnasium in Vöhringen umfangreich saniert, erweitert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Erst im Mai wurde die frisch renovierte Einrichtung eröffnet – und ist nun eines von mehreren Projekten, die dem Landkreis Neu-Ulm eine besondere Auszeichnung eingebracht haben: den European Energy Award (Europäischer Energiepreis) für vorbildlichen Klimaschutz.

Denn bei der Sanierung des Gymnasiums hatte der Landkreis als Sachaufwandsträger auf eine energieschonende Bauweise geachtet. Das Gebäude aus den 1970er-Jahren wurde im laufenden Schulbetrieb auf Passivhausstandard saniert, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Umweltministeriums, das den Preis kürzlich verliehen hat. Mit einer Wärmepumpe werde das Gebäude über Heiz- und Kühldecken sowohl beheizt als auch gekühlt. Bei der Sanierung und Erweiterung sei außerdem auf Nachhaltigkeit Wert gelegt worden: Es wurden eine Lüftungs- und eine Fotovoltaikanlage installiert.

Der European Energy Award (EEA) ist ein System für Qualitätsmanagement, das Energie- und Klimaschutzaktivitäten einer Kommune erfasst, bewertet, steuert und regelmäßig überprüft. Der Landkreis nimmt seit 2014 am EEA-Verfahren teil. Beim diesjährigen externen Audit erreichte der Kreis 57,3 Prozent der möglichen Punkte, die in sechs verschiedenen Maßnahmenbereichen vergeben werden. Es reiche daher nicht aus, wenn nur ein Bereich gefördert wird, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts.

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So sind neben dem Illertal-Gymnasium auch andere kreiseigene Gebäude einem kommunalen Energiemanagement unterworfen. In Gebäuden wurden unter anderem LED-Lampen und tageslichtabhängige Steuerungen eingebaut. Rund 16,5 Prozent des Stroms, den die Liegenschaften des Landkreises verbrauchen, werden von kreiseigenen Fotovoltaikanlagen geliefert. Auch das Fernwärmenetz, das demnächst in Weißenhorn in Betrieb gehen wird, soll zum Schutz von Ressourcen beitragen.

Zur Umsetzung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts, das der Kreistag im Jahr 2012 verabschiedet hat, wurde im Mai 2014 zudem Klimaschutzmanager Florian Drollinger eingestellt. Im Bereich Mobilität gibt es unter anderem das Rufbussystem „Pfiffibus“. „Die hohe Auszeichnung mit dem European Energy Award ist für uns Ansporn, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzugehen“, so Landrat Thorsten Freudenberger. (mash/az)

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