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Illertissen

24.10.2018

Langes Warten an neuer Ampel: So können Fahrer den Stau umgehen

Blockade an der wichtigen Verkehrsachse: Einige Minuten vergehen wenn die Baustellenampel in der Unterrother Straße in Illertissen rotes Licht zeigt. Vor allem morgens und abends staut sich der Verkehr.
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Blockade an der wichtigen Verkehrsachse: Einige Minuten vergehen wenn die Baustellenampel in der Unterrother Straße in Illertissen rotes Licht zeigt. Vor allem morgens und abends staut sich der Verkehr.

Plus Eine Baustelle blockiert die wichtige Ortseinfahrt nach Illertissen. Weil die Ampel lange Rotlichtphasen hat, sind Umwege gefragt. Geht es da schneller?

Als Bernd Hillemeyr am Mittwochmorgen zur Arbeit ins Rathaus gefahren ist, musste er wie viele Fahrer in der Unterrother Straße an der Baustellenampel warten: Vier Rotphasen habe er auf dem Weg in die Innenstadt mitgemacht, sagt der Tiefbauamtsleiter, der für den Straßenbau in Illertissen zuständig ist. Und dadurch etwa zehn Minuten länger gebraucht, als sonst. „Zwei Minuten“ zeige die Ampel an der Baustelle pro Phase rotes Licht. Andere Verkehrsteilnehmer sprechen genervt von einer Wartezeit von über drei Minuten, manche wollen gar vier Minuten gestanden sein. Hillemeyr hat Verständnis für die Beschwerden: Die Baustelle blockiere die am zweit stärksten befahrenen Straße Illertissens. Doch die Bauarbeiten an der dortigen Wasserleitung seien wichtig. Sie werden sich noch eine Weile hinziehen: Wer dort nicht pausieren will, muss eine andere Route in die Innenstadt wählen. Es gibt Alternativen. Aber geht es da wirklich schneller? Hier Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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Was gebaut wird: Die Arbeiten im Untergrund der Unterrother Straße sind notwendig, betont Hillemeyr. Denn die dort vergrabene Wasserleitung ist viele Jahrzehnte alt und inzwischen zu klein für die heutigen Erfordernisse. Sie muss ersetzt werden. Solche Engpässe gebe es im Stadtgebiet noch an einigen Stellen, sagt Hillemeyr. Stück für Stück soll deshalb modernisiert werden.

Wie lange das dauert: In der Unterrother Straße ist eine Bauzeit von vier Wochen anvisiert. Das hatte das Rathaus am Freitag vergangene Woche auf Anfrage bekannt gegeben. Vielleicht geht es aber schneller: „In drei Wochen könnte schon ziemlich viel passiert sein“, sagt Hillemeyr.

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Illertissen: Wie lange die Ampel auf Rot steht

Warum die lange Rotphase: Die Baustelle und die Ampel befinden sich an einer „blöden Stelle“, sagt Hillemeyr. Als Hauptverkehrsachse zwischen Autobahn und Innenstadt ist die Unterrother Straße stark befahren, zugleich zweigt „dort oben“ der Tiefenbacher Weg ab, der etwa zum Flugplatz und zur Staudengärtnerei führt. Es treffen in dem Bereich also drei Fahrtrichtungen aufeinander. Bei den Ampelphasen gebe es Vorschriften zu befolgen, sagt Hillemeyr. Wie lange „Rot“ sein muss, das bemesse sich an der Entfernung zwischen den Ampeln, also wie lange die Baustelle ist. Es seien ja nicht nur motorisierte und damit schnelle Verkehrsteilnehmer unterwegs, auch Radfahrer müssten die Strecke während einer Ampelphase sicher zurücklegen können. Viele Anlagen seien heutzutage so programmiert, dass sie die Zeitwerte je nach Distanz automatisch übernehmen, erklärt Hillemeyr.

Was sich ändern soll: Man wolle prüfen, ob die Schaltung der Ampel noch „optimiert“ werden kann, sagt Hillemeyr. Sprich: verkürzt. Denn es seien bei den Zeiten meistens noch Puffer eingebaut. „Vielleicht können wir noch was machen“, sagt der Tiefbauamtsleiter. Fraglich sei, ob die bislang vorgesehene Zeit für Ein- und Ausfahrten in den Tiefenbacher Weg tatsächlich so lang sein muss. Bei der Sicherheit dürften freilich keine Abstriche gemacht werden, betont Hillemeyr.

Baustelle in der Unterrother Straße: Drei Umwege im Test

Umweg 1: Wer an der Baustelle nicht warten will, wählt möglicherweise eine andere Strecke. Es gibt einige Alternativen. Die wohl nahe liegendste: Ab dem Kreisverkehr bei der Autobahn über den Zubringer (Staatsstraße 2018) nach Illertissen fahren. Den Schildern folgend weiter über die Memminger Straße (Staatsstraße 2031) – und damit über die am stärksten frequentierte Straße in Illertissen. Zu Stoßzeiten dürfte das je nach Ziel länger dauern, als durch die Unterrother Straße und die Vöhlinstraße. Aber daran können sich die Verkehrsteilnehmer schon mal gewöhnen. Denn im kommenden Jahr wird die Vöhlinstraße weiter saniert: Die Einfahrt nach Illertissen ist von dieser Richtung her einige Monate lang dicht (Lesen Sie dazu auch: Vöhlinstraße: 2019 kommt es für Fahrer richtig dicke).

Umweg 2: Wer über Vöhringen fährt, steht in Bellenberg an der Baustelle.

Umweg 2: Um die verkehrsträchtige Memminger Straße zu meiden, könnten Fahrer auf dem Zubringer bleiben und später abbiegen: Sie würden dann über die Dietenheimer Straße, also vom Schulzentrum her, in die Innenstadt kommen. Auch wenn die Route weniger stark befahren scheint als die Illertisser Hauptdurchfahrt, wirklich zu empfehlen ist sie nicht. Die Strecke ist länger und an der Dietenheimer Straße befindet sich ein Bahnübergang. Sind die Schranken unten, heißt es: warten. Möglicherweise länger als an der Baustelle und der Ampel in der Unterrother Straße.

Umweg 3: Die dritte Alternativroute verläuft so: Von Norden her kommend, gleich in Vöhringen von der A7 fahren und weiter über Bellenberg. Die Strecke ist allerdings länger, als die direkte. Und auch in Bellenberg (sowie zwischen der Gemeinde und Illertissen) finden Straßenarbeiten statt. Samt Ampel. Bei Rotlicht muss auch hier gewartet werden. Wenn auch nicht so lange wie an der Baustelle an der Illertisser Ortseinfahrt. Zumindest gefühlt.

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