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Tiefenbach

04.11.2019

Leonhardiritt soll Hunderte nach Tiefenbach locken

Am Sonntag werden Reiter und Kutscher durch Tiefenbach ziehen.
Bild: Brücken

Beim Umzug ist am Sonntag einiges geboten. Für die Organisatoren steht die Sicherheit an oberster Stelle.

Nach einer Pause von zwei Jahren hat der Tiefenbacher Leonhardiritt im vergangenen Jahr wieder stattgefunden. Die Verantwortlichen des örtlichen Vereinsrings, der die kirchliche Veranstaltung organisiert, zogen damals ein positives Fazit. Rund 1000 Besucher standen an den Straßenrändern, um die geschmückten Pferde und Kutschen sowie die Reiter in ihren historischen Kostümen zu bestaunen. Heuer soll das wieder so sein: „Wenn das Wetter mitmacht, erwarten wir in diesem Jahr genauso viele Menschen“, sagt Chef-Organisator Heiner Loop.

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Zum Auftakt findet am Sonntag ab 9 Uhr in der Tiefenbacher Kirche ein Festgottesdienst statt. Um 13 Uhr formiert sich der Umzug beim Triebweg und zieht, traditionell angeführt von Regina Mayer vom örtlichen Pferdehof, eine halbe Stunde später los. Die Strecke ist seit rund 30 Jahren dieselbe: Für Ross und Reiter geht es unter anderem durch die Graf-Kirchberg-Straße, die Emershofer Straße und die Gannertshofener Straße, bevor die Tiere auf der Festwiese gesegnet werden. Loop erwartet am Sonntagnachmittag rund 80 Pferde und zehn Kutschen. Für die musikalische Begleitung sorgen die Musikvereinigung Tiefenbach, die bei der Prozession mitläuft, und die Kapellen aus Vöhringen, Illerberg und Illerzell auf einem Mannschaftswagen.

Leonhardiritt in Tiefenbach: Autofahrer müssen sich auf Umwege einstellen

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. „Die Sicherheit steht dabei an oberster Stelle“, sagt Vereinsring-Vorsitzender Gerhard Leopold. Auch weil es in der Vergangenheit zu Unfällen gekommen sei. Mit Loop habe sich der Vereinsring bereits 2014 einen Experten mit ins Boot geholt. Er ist nach eigenen Angaben mit Pferden groß geworden, hat jahrelang mit seinen Tieren an Leonhardiritten in der Umgebung teilgenommen und die Umzüge genau studiert. An der Entwicklung einer Versicherungspolice war er maßgeblich beteiligt: Denn 2016 hatte der Umzug wegen derartiger Unstimmigkeiten abgesagt werden müssen – zum ersten Mal in fast 70 Jahren. Im Jahr darauf kamen den Organisatoren dann Sturmböen in die Quere. „Starken Wind können wir ebenso wenig akzeptieren wie Eis- oder Schneeglätte“, erklärt Loop. Regen sei für die Teilnehmer und ihre Pferde zwar unangenehm, aber ungefährlich.

Leonhardiritt soll Hunderte nach Tiefenbach locken

Ein Problem aus Sicht der Organisatoren: Das Wissen um den alten Brauch der Leonhardiritte ist immer weniger verbreitet. „Es kommen zwar viele junge Reiterinnen nach, aber die kennen die Tradition nicht“, sagt Loop. Deshalb zieht er von Stall zu Stall, um Teilnehmer zu gewinnen.

Autofahrer müssen sich wegen des Umzugs auf Umwege einstellen: Gesperrt sind am Sonntag von 13 bis 15 Uhr Edelstetter Straße, Graf-Kirchberg-Straße, Emershofer Straße, Bubenhauser Straße, Rothtalring, Gannersthofener Straße, Raiffeisenstraße und Hardtweg. Der Verkehr wird über die Siemensstraße, die Staatsstraße 2031 und die Tiefenbacher Straße umgeleitet.

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