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Ein anrüchiges Thema

10.02.2014

„Liebe Illertisser, lasst es!!!“

Sollte eine öffentliche Toilette – dieses Exemplar steht in Leipheim – auf dem Marktplatz stehen?
Bild: Bernhard Weizenegger

WC Dienstag Thema im Bauausschuss. Facebook-Nutzer sind in der Häusle-Frage gespalten

Langsam wird das Bedürfnis mancher Stadträte immer drängender, die WC-Frage auf dem Marktrat endlich zu lösen. Heute wird im Bauausschuss zumindest ein Zwischenstand in dem langwierigen Verfahren verkündet. Auch im Stadtrat soll das stille Örtchen, das bereits für laute Debatten gesorgt hat, wieder Thema sein.

Nachdem der Bürgerlisten-Stadtrat Dieter Baur in dieser Angelegenheit bereits mehrfach im Rathaus nachgefragt hat, ging dort auch eine Anfrage der CSU ein. Die Christsozialen hatten einen Bericht der IZ zum Anlass genommen, die Vermutung zu äußern, dass möglicherweise ein anderer Standort gesucht werde. Eigentlich sollte ein WC am Eingang der Ulrichstraße stehen. Bürgermeisterin Marita Kaiser hatte kürzlich verlauten lassen, das Thema sei „leider mit Verhandlungen mit Eigentümern am Marktplatz verbunden“. Weil sich die Sache schon so lange hinzieht – ein Beschluss über das öffentliche Häusle wurde bereits im April vergangenen Jahres getroffen – vermutet die CSU, das Thema solle wohl erst nach der Kommunalwahl verhandelt werden, und spricht von „Geheimniskrämerei“.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook beschäftigt das Thema mit dem „Geschäft“ die Nutzer intensiver als manches andere. Auf die Frage der IZ, ob Illertissen ein öffentliches WC brauche, gehen die Ansichten teils weit auseinander. Ein Kernproblem für viele: Wie kann so eine Bedürfnisanstalt sauber gehalten werden? Es finden sich etwas mehr Befürworter als Gegner. Zu denjenigen, die Ja sagen, gehört Michaela Mayer. Sie meint: „Also ich finde es eigentlich ganz gut.“ Gerade mit Kindern brauche man ja immer wieder mal eines auf die Schnelle. Allerdings hegt sie Bedenken wegen der Hygiene. Das treibt auch Simone Drexler um: „Schaut euch die Toiletten am Bahnhof an“, schreibt sie. Die seien innerhalb kürzester Zeit nicht mehr benutzbar gewesen. „Aber der Gedanke ist nicht schlecht.“ Für die Reinigung könnten Menschen eingesetzt werden, die Sozialstunden abzuleisten haben.

Harald Daiber hält ein WC-Haus für nicht unbedingt notwendig: „Ich denke, es gibt in der Innenstadt genügend Möglichkeiten, auf die Toilette zu gehen. Man kann das ja auch mit einer anschließenden Tasse Kaffee verbinden.“ Darin wird er von Sonja Bergant-Fischer bestätigt. In ihrer Heimatstadt Vöhringen gebe es eine solche Einrichtung seit Jahrzehnten. Doch die bringe nichts, „denn sie ist immer zu ... also was soll das?“ Auch sie sieht ein Problem mit der Hygiene und rät deshalb: „Liebe Illertisser, lasst es!!!“ Tami Ha hat zum Thema Toiletten eine klare Meinung: „Die werden eh nur von den Leuten, die da rumlungern, zerstört.“

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