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Illertissen

12.08.2019

Live im Sperrbezirk: Zum Abschluss wird gerockt und geschrubbt

Die Band Edelstoff – The New Generation bot zum Abschluss des Sperrberzirks in eine bunte Mischung aus Rock ’n’ Roll, Punk und Rock.
Bild: Wilhelm Schmid

Zum Abschluss der Illertisser Marktplatzkonzerte ist es bei Edelstoff und den Välschern besonders voll

Seit dem späten Samstagabend ist der „Sperrbezirk 2019“ auf dem Illertisser Marktplatz Geschichte. Und es ist eine gute Geschichte geworden; egal ob man die Mitwirkenden fragt oder das Publikum. Diesmal war der Platz besonders gut besucht und schon von Beginn um 18 Uhr an waren die meisten Biertischgarnituren besetzt.

Je später der Abend wurde, um so zahlreicher wurden die Gäste. Waren es anfangs noch Familien mit Kindern, so gaben diese nach und nach die Plätze frei für die Rockfans. Alle bekamen das geboten, was sie sich gewünscht hatten: Die Kinder tollten durch die Wasserfontänen und nutzten die Bienenmasten daneben als Kletterstangen, und schon von Beginn an waren einzelne Hardcore-Fans zu beobachten, die vor der Bühne mitrockten.

Je später der Abend, desto besser die Stimmung

Edelstoff – The New Generation aus dem Raum Memmingen boten eine bunte Mischung aus Rock’n Roll, Punk und Rock. Von Evergreens, Songs zum Mitsingen bis hin zu hartem Stoff war alles dabei, was des Rockmusikfreundes Herz begehrt. Sängerin Maxi und ihr Partner Patrick an den Mikrofonen taten alles, um das Publikum zu begeistern, wenngleich das nicht immer gleich die erwünschten Reaktionen zeigte.

Live im Sperrbezirk: Zum Abschluss wird gerockt und geschrubbt

So sah sich Maxi schon mal zur Frage veranlasst: „Hey Illertissen, lebt Ihr noch?“ Doch es war so, wie es eben im Schwäbischen öfter mal passiert: „Nix g’schwätzt isch g’lobat gnua“ sagte sich zunächst wohl mancher und widmete sich nach kurzem Beifallklatschen wieder seinem Bier und der Grillwurst sowie der Unterhaltung im Freundeskreis, soweit diese angesichts der zum Programm gehörenden Lautstärke möglich war. Aber mit fortschreitender Zeit kam das Publikum doch noch in Schwung.

Pünktlich gegen 20 Uhr überließen die Jungen von Edelstoff die Bühne den Alten von den Välschern, die sich im Gegensatz zur „New Generation“ als „The Last Generation“ im Durchschnittsalter von knapp 60 vorstellten. Die Band aus dem Raum Ulm spielt gut abgehangene Rock-Klassiker und verpasst ihnen neue Texte auf Deutsch, bei denen der Spaß im Vordergrund steht.

Ein Video vom letzten Konzert von "Live im Sperrbezirk" 2019 in Illertissen.

Da wird nichts übersetzt; alles wird lautmalerisch nachempfunden. Aus „Walk This Way“ von Aerosmith wurde „Das tut weh“ und aus „Sweet Home Alabama“ machten sie „Ich will heim zu meiner Mama“, weil’s da die guten Spätzle gibt. Und „Get Back“ von den Beatles kommt plötzlich als Loblied auf „Gebäck“ von der Bühne.

Auf der Bühne wurde fleißig geschrubbt

Zum Schluss des Auftritts steuerte Stadtjugendpfleger Harry Heckenberger noch einen überraschenden Gag bei: Weil die Välscher als Zugabe den Pink-Floyd-Klassiker „Wish You Were here“ zur Ode an die Putzfrau mit dem Wunsch „Wisch doch mal hier“ umgetextet hatten, schob er ein Putzwägelchen auf die Bühne, denn: „Die letzte Band beim Sperrbezirk muss die Bühne schrubben.“ Und es fand sich auch eine Freiwillige, die mit dem Wischmopp während des Stückes den Boden einer Grundreinigung unterzog. Ein blitzsauberes Ende für den „Sperrbezirk“.

Das Finale hatte bereits am Freitag mit dem Konzert der Jedesheimer Musikanten begonnen, für das es von zahlreichen Besuchern viel Beifall gab. Für die Bewirtung sorgten die Kollegen des Musikvereins Au – und schafften es, trotz stetiger Nachfrage den Nachschub nie versiegen zu lassen.

Zum großen Finale von "Live im Sperrbezirk" 2019 haben die Bands Edelstoff und die Välscher auf dem Illertisser Marktplatz die Gitarren umgeschnallt. Hunderte Besucher feierten den Schlusspunkt der diesjährigen Konzertserie.
26 Bilder
Edelstoff und die Välscher rocken in Illertissen
Bild: Wilhelm Schmid

Am Samstag gegen 22 Uhr tat sich Marketingmanager Henning Tatje mit seinen Bemühungen, das begeisterte Publikum kurz nach 22 Uhr zum Heimgehen zu bewegen nicht ganz leicht. Schließlich konnte er an Bürgermeister Jürgen Eisen, der am späten Abend aus dem Urlaub per Whats-App nachgefragt hatte, ob alles gut gelaufen sei, Vollzug melden.

Und das rund 800-köpfige Publikum hatte den Heimweg angetreten oder war noch auf einen Absacker in den umliegenden Gaststätten gelandet. Damit war das „Sperrbezirk“-Finale ein „Sahnehäubchen für die Stadt“ geworden, wie es Tatje begeistert formulierte.

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