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Illertissen

14.06.2019

McDonald’s kommt nach Illertissen: Na und?

McDonald's Europe zahlte in Luxemburg sowie in den USA praktisch keine Körperschaftssteuern. Foto: Angelika Warmuth
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McDonald's will sich in Illertissen mit einer Filiale niederlassen.
Bild: Angelika Warmuth, dpa (Symbolbild)

Profitiert Illertissen von der Ansiedelung der Fast-Food-Kette oder wirkt sich ein solches Restaurant vielleicht sogar negativ auf die örtliche Gastronomie aus? Das ist in der vergangenen Woche kontrovers diskutiert worden.

Diese Nachricht ist in der vergangenen Woche auf der Facebook-Seite unserer Redaktion durch die Decke gegangen: McDonald’s plant, eine Filiale an der A7 bei Illertissen zu errichten. Rund 250 Kommentare gingen bis zum Freitag ein – teils mit völlig gegensätzlichen Ansichten. Die Frage, die sich manchem stellt: Profitiert Illertissen von der Ansiedelung der Fast-Food-Kette oder wirkt sich ein solches Restaurant vielleicht sogar negativ auf die örtliche Gastronomie aus? Kritiker sollten den Teufel nicht an die Wand malen.

Sicher, das Filialnetz großer, internationaler Ketten wird immer engmaschiger. McDonald’s betreibt im Landkreis bereits Restaurants in Vöhringen, in Neu-Ulm und Senden. Da könnte man sagen: Muss es wirklich noch eines sein? Vielfalt, ade! Letztlich regelt aber die Nachfrage das Angebot.

Wer befürchtet, die Gastronomie in der Illertisser Innenstadt wird wegen McDonald’s weniger besucht, der wird sich irren. Denn die Zielgruppen unterscheiden sich doch sehr. Wer Fast Food konsumieren will, dem geht es um genau das: schnell essen. Die Restaurants im Ortskern hingegen bieten Ambiente sowie zeitaufwendiger zubereitete und meist auch gesündere Speisen an, für die es sich lohnt, länger am Tisch sitzen zu bleiben. Wer danach sucht, der gibt sich nicht mit rasch frittierten Hühnchennuggets zufrieden. Nicht umsonst liegt Slow Food im Trend.

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Außerdem: Wem es um die Marke geht, der besucht McDonald’s so oder so – selbst ohne Filiale vor der Haustür. Dieses Klientel nimmt auch weitere Wege in Kauf, um in einen Big Mac beißen zu können. Das wurde bei der Diskussion im Netz deutlich: Viele Nutzer ließen wissen, dass sie bisher auch extra zu den drei Standorten im Kreis Neu-Ulm fahren.

Statt nun über die Ansiedelung zu murren, sollte man die Chancen sehen. Statt vorbeizurauschen, werden mehr Leute die A7 an der Ausfahrt Illertissen verlassen. Und der eine oder anderen lenkt vielleicht in den Ortskern, wenn die Stadt augenscheinlich auf das dortige Gastro-Angebot hinweist.

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