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Osterberg

19.08.2019

Mehr Platz für Brautkleider und Schleier in Osterberg

Das Brautmodengeschäft Creativ Schmiede in Osterberg wird erweitert. Die Arbeiten an dem Neubau sind bereits im Gange. Noch in diesem Jahr soll er fertiggestellt werden, so der Plan.
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Das Brautmodengeschäft Creativ Schmiede in Osterberg wird erweitert. Die Arbeiten an dem Neubau sind bereits im Gange. Noch in diesem Jahr soll er fertiggestellt werden, so der Plan.
Bild: Armin Schmid

Die Creativ Schmiede in Osterberg erweitert. Das Brautmodengeschäft platzt laut Inhaberin derzeit förmlich aus den Nähten.

Die Hochzeit soll sprichwörtlich der schönste Tag des Lebens sein. Und das wollen die Bräute auch ausstrahlen. Das Kleid spielt dabei eine zentrale Rolle. Geheimtipp und angesagte Adresse für den Kauf der Roben ist die Creativ Schmiede in Osterberg. So viele Frauen kommen inzwischen vor deren Hochzeit dort hin, dass das Brautmoden-Studio ein Platzproblem bekommen hat. „Das Geschäft platzt förmlich aus allen Nähten. Wir müssen dringend und sehr schnell erweitern“, sagt Inhaberin Miriam Hanselka. Die Arbeiten an einem Neubau neben der historischen, ansprechend restaurierten Schmiede an der Ortsdurchfahrt von Osterberg haben bereits begonnen. Die Verkaufsfläche soll verdoppelt werden. 120 Quadratmeter zusätzlicher Platz für Brautkleider, Schleier & Co. soll geschaffen werden.

Laut Hanselka schätzen die Kundinnen die heimelige Atmosphäre der historischen Schmiede, aber auch die Auswahl von mehr als 400 Brautkleidern. Im Vordergrund soll eine persönliche und fachlich fundierte Beratung stehen. Um dieser ausreichend Zeit einzuräumen, werden für einen Ankleidetermin drei Stunden reserviert. Es komme zudem gut an, dass sich die Braut und ihre Begleiter zur Anprobe allein mit einer Beraterin in einem Verkaufsraum aufhalten können. „Die Kundinnen schätzen diese intime Atmosphäre“, sagt Hanselka.

Bei Hochzeitskleidern im Trend: "Ganz viel Spitze"

Dass sich der Radius, aus dem die Kundinnen kommen, mittlerweile auf rund 150 Kilometer um Osterberg herum ausgeweitet hat, führt bisweilen zu lustigen Begebenheiten. „Die eine oder andere Braut muss zuerst einmal googeln, wo unser kleines Osterberg überhaupt liegt“, so Hanselka.

Mehr Platz für Brautkleider und Schleier in Osterberg
Inhaberin Miriam Hanselka hat ein Händchen für Brautmode – und fürs Geschäft. Bis zu 150 Kilometer reisen Bräute für die Anprobe an.
Bild: Armin Schmid

Und was liegt derzeit bei Brautmoden im Trend? Der Inhaberin zufolge sind ganz viel Spitze und Träger am Kleid gefragt. Und auch die sogenannte Tattoo-Spitze werde häufig gewählt. Darunter versteht man Spitze auf transparentem Stoff, sodass der Eindruck eines Tattoos auf der Haut entsteht. Zu den Farben: Hartes Weiß, beispielsweise Reinweiß, stehe bei den Brautkleidern derzeit nicht so im Fokus. Cremefarbene Töne oder auch ein leichter Rose-Farbton fragten Bräute hingegen häufig nach. „Es darf auch gerne etwas dunkler sein“, sagt Hanselka. Hinsichtlich der Passform reiche die Palette von ganz weiten Roben bis hin zu körperbetonten Brautkleidern.

Miriam Hanselka betreibt das Brautmoden-Studio seit 2006. Damals wurde die alte Schmiede ihres Großvaters Josef Bader restauriert und zum Geschäft umgestaltet. Nun folgt der nächste große Schritt: der Neubau. Dessen Fertigstellung und Eröffnung ist noch in diesem Jahr geplant. Entstehen soll ein modern gehaltener Gebäudetrakt, der durch einen Flachdachbereich direkt an die restaurierte Schmiede anschließen wird. Dadurch wird eine Verbindung zwischen alten und neuen Verkaufsräumen hergestellt.

Der Amboss der früheren Schmiede dient heute als Dekoration.
Bild: Armin Schmid

Gleichzeitig wird sich wohl auch die Verkehrssituation am davor liegenden Engpass der Ortsdurchfahrt verbessern. Inhaberin Hanselka befindet sich auch im Besitz des gegenüberliegenden Wohnhauses. Es soll abgerissen und vollständig entfernt werden. Die auf diese Weise entstehende Freifläche soll künftig als Parkplatz für die Creativ Schmiede dienen. Zudem wird es eine Grundstücksabtretung an der zu sanierenden Kreisstraße an den Landkreis geben. Durch den zusätzlichen Grund kann die Straßenführung aufgeweitet werden. Letztlich sei durch die Maßnahmen eine Win-win-Situation entstanden, von der auch Gemeinde und Verkehrsteilnehmer profitieren.

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