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Illereichen

07.03.2019

Mitten in Illereichen klafft eine Lücke

Seit fast einem Jahr klafft eine Baulücke in der Illereicher Marktstraße. Wie es damit weitergeht, ist bislang unklar.
Bild: Regina Langhans

Seit rund einem Jahr liegt das Grundstück in der Ortsmitte, gegenüber des historischen Torbogens, brach. Zuvor stand dort ein marodes Haus.

Wer derzeit durch das Große Tor in Illereichen fährt, dem fällt es sofort ins Auge. In der Marktstraße klafft eine große Lücke zwischen den Häusern. Der Ärger um dieses Grundstück dauert nun schon viele Jahre an. Das marode Gebäude, das dort früher stand, wurde vor rund einem Jahr abgerissen. Zuvor hatte es den Altenstadter Marktrat immer wieder beschäftigt, weil es nahezu jahrzehntelang in schlechtem Zustand war. Nachdem die Hauseigentümerin ausgezogen war, lebte viele Jahre lang niemand in dem Gebäude, sodass es weiterem Verfall preisgegeben war.

Lose Dachplatten gefährdeten Passanten

Der Markt Altenstadt hat vor einigen Jahren auf eigene Kosten ein Fanggerüst anbringen lassen. Das sollte, wie Bürgermeister Wolfgang Höß sagt, verhindern, dass Dachplatten auf den Gehweg vor dem Haus fallen und schlimmstenfalls Passanten verletzten. Weil das Fanggerüst irgendwann ebenfalls morsch war und seinen Zweck nicht mehr erfüllte, blieb der Gemeinde nichts anderes übrig, als den Bürgersteig abzusperren.

Nach dem Tod der Eigentümerin ging das Grundstück an der Marktstraße in den Besitz des Caritasvereins Illertissen über. Der Verein hatte dann auch den Abriss vor rund einem Jahr veranlasst. Ob er dort ein neues Gebäude errichten will oder ob ein Verkauf infrage kommt, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Geschäftsführer Dominik Rommel möchte noch keine offizielle Stellungnahme zur Zukunft des Grundstücks abgeben. Es würden derzeit verschiedene Nutzungen geprüft. In zwei bis drei Monaten werde man voraussichtlich mehr wissen.

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Zwei neue Wohngebäude hätten auf dem Grundstück Platz

Als das Haus noch stand, habe der Caritasverein das Grundstück dem Markt Altenstadt angeboten. Die Gemeinde hätte grundsätzlich schon Interesse daran, sagt der Bürgermeister. Der Marktrat habe damals zugestimmt, die Fläche in unbebautem Zustand, also so wie sie jetzt ist, zu erwerben. Primäres Ziel der Gemeinde sei dieser Kauf jedoch nicht. „Im Ort stehen gerade keine Projekte an, für die man dieses Grundstück brauchen könnte“, sagt Höß. Würde das Grundstück auf dem freien Markt verkauft, wäre der Preis für die Gemeinde wohl ohnehin zu hoch, vermutet der Bürgermeister.

Im Prinzip könne dort jederzeit wieder ein Wohnhaus gebaut werden. Bis zu zwei Häuser hätten auf dem Grundstück Platz, sagt der Bürgermeister. Doch wer bauen will müsse denkmalpflegerische Aspekte beachten. Denn das nun abgerissene Haus hatte, wie viele andere Gebäude in der Straße, eine lange Geschichte. Der gesamte Straßenzug gegenüber des historischen Torbogens steht unter Ensemble–Schutz. Das heißt, er muss in seiner Gesamtoptik erhalten bleiben beziehungsweise wiederhergestellt werden, wenn ein Teil abgerissen wurde. So will es das Denkmalpflegeamt.

Am Feuerwehrhaus in Illereichen geht es dafür sehr wohl weiter. Mehr dazu lesen Sie hier: Illereicher Feuerwehrhaus: So weit sind die Arbeiten

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