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Bau

16.06.2017

Mohrenhauser erhalten Geld für ihr Bürgerhaus

Aus einem Fördertopf der EU fließt eine stattliche Summe in den Ort. Wie es weitergeht

Im März hatte der Kettershauser Gemeinderat dem Bau eines Bürgerhauses in Mohrenhausen zugestimmt – unter einer Bedingung: Dass der Gemeinde für die Verwirklichung Gelder aus dem sogenannten „Eler“-Programm (dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) zuteilwerden. Der Antrag war erfolgreich: Die Gemeinde Kettershausen hat für das Projekt „Dorfgemeinschaftshaus in Mohrenhausen“ einen Zuwendungsbescheid über eine Summe von rund 285000 Euro erhalten. Damit kann der Bau nun wohl angegangen werden.

„Die Arbeit hat sich gelohnt“, sagte Bürgermeisterin Susanne Schewetzky nun bei einem Infotreffen zu dem Vorhaben. Dabei gab es viel Beifall, der an dem Projekt beteiligten Bürger aus Mohrenhausen. Insgesamt soll das Bürgerhaus rund 680000 Euro kosten, hieß es. Etwa 119000 Euro an Eigenleistungen wollen die Mohrenhauser erbringen. Etwa 475000 Euro der Kosten wurden als förderfähig angesehen – 60 Prozent dieser Summe sollen aus dem Eler-Fonds fließen.

Wie berichtet, nahm die Idee ein Bürgerhaus in Mohrenhausen zu errichten, im Mai 2014 Gestalt an. Damals wurde von den Bürgern eine Dorfversammlung veranstaltet und es wurde ein Bürgerausschuss zu diesem Thema ins Leben gerufen. Jener sollte das Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde planen und realisieren.

Nachdem abgeklärt war, dass kein bestehendes Gebäude in Mohrenhausen für eine Umnutzung in Betracht kommt, kaufte die Gemeinde dafür ein etwa 1000 Quadratmeter großes Grundstück im Pfarrgarten neben der Kirche Sankt Leonhard. Zunächst wurde eine Förderung aus dem „Leader“-Programm (ein anderes Förderprojekt der Europäischen Union) anvisiert und dazu ein umfangreiches Konzept erstellt. Doch dann stellte sich heraus, dass eine Förderung aus dem Eler-Topf erfolgversprechender war. Es gab mehrere Treffen, auch mit Vertretern vom Amt für Ländliche Entwicklung und dem Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek. Jener freute sich nun über den erfolgreichen Antrag: „Der Applaus gebührt euch“, sagte er an die Mohrenhauser Bürger gewandet. Sie hätten an ihr Bürgerhaus geglaubt und dafür gekämpft und es so auch zu einem Vorzeigeprojekt gemacht.

Das Bürgerhaus soll ein einstöckiges Gebäude mit Satteldach werden. Im Innern sind ein Mehrzweckraum, ein Wirtschaftsraum und sanitäre Anlagen vorgesehen.

Der Eler-Förderantrag der Gemeinde, der im März gestellt wurde, war somit im ersten Anlauf erfolgreich. In Schwaben wurden insgesamt 17 Anträge gestellt, hieß es. Von diesen hatten in einem bayernweiten Auswahlprozess 14 die erforderlichen Punktzahlen für eine Förderung erhalten. Um das Geld zu bekommen, muss das Bürgerhaus nun in den kommenden zwei Jahren gebaut werden.

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