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Illertissen

22.12.2018

Neuer Bahnübergang bei Au wird teuer

Der Bahnübergang an der Aumühle soll für Radfahrer sicherer werden. Die Stadt muss ein Drittel der Umbaukosten zahlen. Die sind höher als erwartet – das geht es aus einer Vereinbarung hervor, welche die Bahn nun vorgelegt hat.
Bild: Wilhelm Schmid

Die Bahn hat der Stadt Illertissen eine Vereinbarung für den Umbau an der Aumühle zukommen lassen. Die beinhaltet gleich zwei Überraschungen. Keine davon kommt gut an.

Radfahrer sollen in Au endlich sicher über die Bahngleise kommen: Deshalb ist der Umbau des Übergangs samt Schranken an der Aumühle seit längerer Zeit ein erklärtes Ziel in Illertissen. Das zu erreichen ist gar nicht so einfach: Mit Deutscher Bahn, Bund und Stadt Illertissen sitzen drei Beteiligten am Tisch, deren Interessen auf einen Nenner zu bringen sind. Dass die unterschiedlich verteilt sind, hat sich in mehreren Gesprächen gezeigt – in einer Sitzung des Stadtrats schilderte Tiefbauamtsleiter Bernd Hillemeyr die Situation nun erneut: Während die Deutsche Bahn den Übergang grundsätzlich noch einige Jahre lang für nutzbar halte, gehe es der Vöhlinstadt um einen möglichst rasche Umgestaltung im Sinne der Radfahrer und der zahlreichen anderen Nutzer. Aus Illertisser Sicht gab es zuletzt Fortschritte in der Sache: Die Bahn hat dem Ausbau zugestimmt. Wie nun im Stadtrat zu erfahren war, wird das Unterfangen allerdings recht teuer. Und wann genau es umgesetzt wird, ist unklar.

Deutsche Bahn legt Vereinbarung vor

Die Deutsche Bahn hat eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung ausgearbeitet, teilte Hillemeyr mit. Sie hält fest, wie der Ausbau des Übergangs aussehen soll. Die Kosten belaufen sich auf 942000 Euro, von denen die Stadt laut dem Vertragswerk ein Drittel zu übernehmen hätte. Die hohe Summe erkläre sich dadurch, dass die für die motorisierten Verkehrsteilnehmer bestehenden Schranken nicht einfach auf den Radweg verlängert werden können, sagte Hillemeyr. Stattdessen sei ein kompletter Neubau nötig. Auch sollen die Breiten der Fahrbahnen an heute geltende Vorschriften angepasst werden. Die Vereinbarung beinhaltet eine weitere Überraschung: Die Bahn geht aktuell von einem Ausbau im Jahr 2020 aus, bislang war stets von 2019 die Rede gewesen.

Illertissen beharrt auf Ausbau im Jahr 2019

Mit letzterem Punkt will man sich im Rathaus nicht abfinden: „Wir beharren auf einen Baubeginn 2019“, sagte Bürgermeister Jürgen Eisen in der Sitzung. Das sei von der Bahn zuvor zugesichert gewesen. Rat Ansgar Bauer (Freie Wähler) störte sich an den hohen Kosten: „Da wird mir schlecht.“ Für diese Summe sei wohl gleich eine ganze Brücke zu bekommen, vermutete er. Hillemeyr war skeptisch: Beim Bauwerk allein bleibe es ja nicht, so seien etwa auch Rampen nötig. „Das kostet schon.“

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Rat Andreas Fleischer (SPD) vermutete, gegen die Kosten werde man von Seite der Stadt wohl nichts machen können. Er freue sich für die Nutzer, dass „das endlich gemacht wird“.

Wie Hillemeyr sagte, werde der Umbau mehrere Wochen dauern, die Umleitung über Bellenberg und die Nordtangente erfolgen. Die Räte stimmten der Vereinbarung trotz allem zu. Ob der Ausbau 2020 beginnt oder früher – dazu dürfte nun wohl weitere Gespräche geben.

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