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Illertissen

10.09.2019

Neues Feuerwehrhaus: Jetzt rollen die Bagger an

Neues Feuerwehrhaus in Illertissen: An der Unterrother Straße rücken bald die Bagger an.
Bild: Christoph Kölle

Bald beginnen die Bauarbeiten am neuen Domizil der Feuerwehr Illertissen. Es ist das größte Bauprojekt der Stadt. Man rechnet mit steigenden Kosten.

In wenigen Tagen sollen die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus an der Unterrother Straße in Illertissen beginnen. Es ist das größte Bauprojekt der vergangenen Jahre – und wohl auch der kommenden. „Etwas Vergleichbares haben wir in nächster Zeit nicht“, sagt Hochbauamtsleiter Florian Schilling. Zuerst wird kräftig gebaggert: Viele Tonnen Erde müssen ausgehoben werden. Noch in diesem Jahr sollen auch die Arbeiten am Gebäude selbst starten. Bis die Löschkräfte ins neue Domizil ziehen können, werden mehrere Monate vergehen. So stattlich wie das Vorhaben sind auch die Kosten.

Rund 9,55 Millionen Euro wurden zuletzt genannt. Weil das Geschäft im Bausektor brummt, dürften die tatsächlichen Ausgaben über dieser Schätzung liegen. Fachleute rechnen aktuell mit Steigerungsraten von einigen Prozentpunkten, je nach konkretem Gewerk. Mitunter seien diese sogar zweistellig, beispielsweise im Fensterbau.

Feuerwehrhaus Illertissen: Erste Arbeitsschritte werden teurer

Dass das Gebäude teurer werden könnte, deutet sich schon jetzt an: Die ersten Arbeitsschritte sind vergeben, dazu gehören Rohbau und Aufzüge. Einige Auftragssummen liegen nach Information unserer Redaktion über den Schätzungen.

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Allerdings müssen noch zahlreiche Tätigkeiten vergeben werden, darunter Elektroausstattung, Lüftung, Heizung und Sanitäranlagen. Insgesamt werden rund 30 Firmen am neuen Feuerwehrhaus mitarbeiten, teilt das mit dem großen Bauvorhaben betraute Architekturbüro Braunger und Wörtz aus Blaustein auf Nachfrage mit. Den Rohbau erstellt die Illertisser Firma Motz.

In der Halle eines Holzverarbeitungsbetriebs in Erkheim hat es am Mittwoch gebrannt.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Der Baubeginn war zunächst für das Frühjahr dieses Jahres vorgesehen. Dass es nun Herbst geworden ist, sei in den verwaltungstechnischen Abläufen begründet, sagt ein Mitarbeiter des Architekturbüros. So müssten derart große Bauvorhaben (oberhalb von fünf Millionen Euro) europaweit ausgeschrieben, die festgesetzten Fristen dabei eingehalten werden. „Da gibt es lange Vorläufe.“ Die Angebote der Firmen lagen in der politischen Sommerpause vor, weshalb der Bau jetzt erst starten kann.

Die Arbeiten im Boden werden den Herbst über andauern: Da es sich bei dem Areal um „ein Feld“ handele, gebe es viel Aushub, so der Mitarbeiter des Blaubeurer Architekturbüros. Das Material soll teilweise vor Ort wieder verwendet werden, da das Gelände hin zur Unterrother Straße abfällt. Der Rohbau könne wohl im Frühjahr des kommenden Jahres stehen.

Feuerwehr Illertissen soll im Frühjahr 2021 einziehen

Insgesamt ist die Bauzeit auf 15 bis 18 Monate anvisiert. Das Feuerwehrgerätehaus könnte im Frühjahr 2021 bezogen werden – falls alles glatt geht, wie Hochbauamtsleiter Schilling betont. Die Terminplanung gehe „vom Optimalfall“ aus.

Wie berichtet, sieht sich die Illertisser Feuerwehr am jetzigen Standort an der Vöhlinstraße zunehmend in Raumnot. An der Unterrother Straße sind unter anderem Stellplätze für Fahrzeuge und Ausrüstung vorgesehen, dazu ein Waschplatz, Werkstätten, Lagerräume, ein „Florianstüble“ und ein großer Schulungsraum. Der Landkreis Neu-Ulm ist mit einer Atemschutzanlage vertreten, sie kann separat vom restlichen Gebäude betrieben werden. Von den bislang angenommenen Kosten in Höhe von 9,55 Millionen Euro würde die Stadt 6,93 Millionen übernehmen, der Kreis 2,62 Millionen. Diese Zahlen stammen allerdings vom Juli 2018: Mit Spannung dürften die Beteiligten daher verfolgen, wie sich die Situation im Baugewerbe entwickelt.

Ein langwieriges Projekt - mehr über das Illertisser Feuerwehrhaus lesen Sie hier:

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