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Babenhausen

20.12.2020

Öko-Modellregion Günztal bietet Kurse für Bio-Kochen an

Auch im Günztal gibt es Bauern, die ihre Rüben und anderes Gemüse nach Biostandards anbauen. Wer damit kocht, kocht regional und nachhaltig.
Bild: Daniel Delang/Öko-Modellregion Günztal

Plus Auch in den Großküchen von Seniorenheimen, Schulen oder anderen Einrichtungen soll nachhaltiges Essen auf den Tisch kommen. Bei der Öko-Modellregion Günztal gibt es spezielle Coachings.

Immer mehr Menschen in der Region legen großen Wert auf frische, gesunde, regionale und biologische Speisen. In Kitas, Schulmensen, Betriebskantinen, Seniorenheimen und anderen Orten mit Gemeinschaftsverpflegung finden sich Bio-Produkte bisher aber noch selten auf dem Speiseplan. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Verpflegung mit mehr Bio aus der Region bietet die Öko-Modellregion Günztal Hilfe an.

Ist Bio nicht zu teuer? Und müssen dann alle Produkte in Bio-Qualität eingesetzt werden? Das sind gängige Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von Bio-Lebensmittel in Großküchen. Dass es auch anders geht, zeigen Beispiele von Babenhausen bis Obergünzburg.

  • In der Jugendbildungsstätte (kurz JuBi) Babenhausen werden bereits seit 20 Jahren rund 20 Prozent Bio-Lebensmittel in der Verpflegung verwendet. Saisonales Bio-Gemüse, -Obst, -Eier und ein Bio-Käsesortiment werden im Umkreis von etwa 20 Kilometer um die Marktgemeinde bezogen. Auch mit Trockenprodukten wie Reis, Mehl und Hülsenfrüchten vom Händler aus der Region wird in Bio-Qualität gekocht. „Der Einsatz von Bio-Produkten ist gut machbar und muss nicht unbedingt teurer sein“, erklärt Georg Göppel, Leiter der Hauswirtschaft an der JuBi.
  • Die Senioren- und Pflegeheime des Landkreises Ostallgäu, darunter beispielsweise das Obergünzburger Seniorenheim, setzen künftig auf mehr heimische Bio-Produkte in ihren Küchen. Bei ihrem BioRegio-Coaching werden sie von Bio-Spitzenkoch Alfred Fahr begleitet. Zum Auftakt des Coachings hatte das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Augsburg gemeinsam mit den Öko-Modellregionen Ostallgäu und Günztal nach Obergünzburg geladen. Beim ersten Treffen wurden die grundsätzlichen Vorteile und Möglichkeiten des Einsatzes von regionalen Bio-Produkten in Großküchen aufgezeigt. Im nächsten Schritt geht Coach Fahr direkt in die Großküchen der Einrichtungen und erarbeitet mit den Küchenchefs vor Ort konkrete Konzepte zur Umstellung.

Es können sich auch weitere an dem Thema interessierte Einrichtungen bei der Öko-Modellregion melden. „Wir sehen in der Außer-Haus-Verpflegung eine große Chance für eine nachhaltige Entwicklung in unserer Region und haben dafür bereits eine Vielzahl an tollen Bio-Produkten im Allgäu zu bieten“, sagt Rebecca Schweiß, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Günztal. Einrichtungen aus der Region, die ihre Verpflegung nachhaltig verbessern möchten und Interesse an einem Coaching haben, können Rebecca Schweiß per E-Mail an oekomodellregion@oberguenzburg.de kontaktieren. Mehr Infos dazu gibt es auch auf der Website der Öko-Modellregion.

Das BioRegio-Coaching ist ein Angebot des Bayerischen Ernährungsministeriums. Die Projektleitung hat das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Schwaben. In Kooperation mit der Öko-Modellregion und einem erfahrenen Koch werden die teilnehmenden Einrichtungen über einen Zeitraum von sechs Monaten fachkompetent begleitet. (az)

Lesen Sie dazu auch: Öko-Modellregion: Im Günztal trifft das Weiderind auf exotisches Tempeh

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