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Illertissen

25.05.2019

Premiere an der Realschule: Bei "Paul - Das Musical" zeigen hunderte Schüler ihr Können

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Auf seiner Flucht durchquert Paul alle Kontinente der Erde. Für das Musical ist das Anlass zu farbenprächtigen Bildern und fantsievollem Spiel.

Schüler und Lehrer haben ein Mammut-Projekt gestemmt. Fast die ganze Schule ist an der Aufführung beteiligt - und sie war ein voller Erfolg.

Mit einem modernen, selbst verfassten Märchen als Musical inszeniert, haben Schüler und Lehrer der Johannes-von-La Salle-Realschule in Illertissen ein altes Thema neu aufgelegt: Es geht um Neid, Angeberei, Gewinnsucht und die Erkenntnis, dass nur Freundschaft und Gemeinschaft stark machen.

Die rundum gelungene Aufführung – eine Veranstaltung zum Gedenken des vor 300 Jahren gestorbenen Ordensstifters Johannes von La Salle – verdient eine Weiterempfehlung. Interessenten haben dazu noch am heutigen Samstag, 25. Mai, in der Kollegsaula Gelegenheit. Vorstellungen gibt es um 14 und 20 Uhr.

Eindringling Paul stiehlt Harmonie und Licht aus Harmonia

Die Geschichte spielt in einem Land, in dem Licht und Farben herrschen. Es heißt Harmonia. Harmonie und Licht deuten auch die Namen seiner Bewohner an: Moni (Stephanie Irmler, als Doppelbesetzung Maja Braun) und Helmut (Andreas Schilling beziehungsweis Niklas Guter). Die Idylle wird von dem Eindringling Paul (Anton Welsch, Robin Sanchez) zerstört. Er glaubt, ohne diese Werte auskommen zu können, scheitert und stiehlt deren Sinnbilder, eine Klangschale und eine Farbkugel. Die Suche nach den verlorenen Gegenständen führt Moni und Helmut um die ganze Welt. Dargestellt in souverän gespielten Szenen, schönen Kostümen, Tänzen, mit Musik, Solo- und Chorgesang. Zuerst geht es nach Asien, wo sie Frauen bei der Reisernte und Kampfsportler treffen. Diese und weitere schließen sich Moni und Helmut bei der Suche an. Denn Paul stiehlt überall, wo er vorbeikommt.

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Auf seiner Flucht durchquert Paul alle Kontinente der Erde. Für das Musical ist das Anlass zu farbenprächtigen Bildern und fantsievollem Spiel.

200 Darsteller stehen dafür im Rampenlicht, wobei der Regisseur weiß: Für jeden muss es eine Funktion geben, um das Publikum nicht mit statischen Bildern zu langweilen. Auch rasche Auf- und Abtritte machen den Ablauf einer Geschichte spannend. Stephanie Bertele, Ulrike Notz und Matthias Röger haben zu dritt Regie geführt und dafür gesorgt, dass sich gut 400 Zuschauer in einer spannenden Szenerie wiederfinden: Sei es durch die zwischen den Stuhlreihen zur Bühne tretenden Chöre und aufspielenden Musikgruppen. Oder die rundum laufenden Lichteffekte, welche das Publikum in die Las-Vegas-Szene auf der Bühne mit einbezog.

Für ihre Auftritte kommen die Darsteller von allen Seiten die Bühne.

Neben dem Schulspielteam auf der Bühne waren die Chorklasse (mit Markus Hubert), La Salle-Chor und die „New Singers“ (mit Michaela Lüpke) in unterschiedlichen Formationen zu hören. Für die Songs dichteten sie bekannte Melodien um. Zu Abbas „Money Money Money“ etwa boten sie ein effektvolles Zwischenspiel, wobei Paul am Spielautomaten hantierte. Akrobatische Kunststücke – einstudiert von Ulrike Notz – und zu den jeweiligen Kontinenten passende Tanzeinlagen unter der Letiung von Karin Tschöpa bereichern die Bühnenszenen.

Sodann bestritten die Percussion-Gruppe und „Wood’n’Brass“ unter der engagierten Leitung von Charly Seitz, der zudem das eine oder andere Solo übernahm, die Übergänge zu den Szenen. Die Musiker hätten genausogut ein eigenes Konzert bestreiten können, so umfassend und mitreißend war ihr Spiel.

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