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Konzert

13.10.2018

Rea Garvey in Bellenberg: Ein Popstar zum Anfassen

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Rea Garvey zeigt sich offen und authentisch in Bellenberg.
Bild: Madeleine Schuster

Der irische Sänger heizt bei seinem Auftritt in der Bellenberger Traube die Stimmung auf – und wandelt das Gaststuben-Konzert in eine Party um.

Heiß ist es in der Traube in Bellenberg, sehr heiß. Das fühlt nicht nur Rea Garvey, als er humorvoll völlig nassgeschwitzt an die 150 Fans gewandt sagt: „Ich sehe aus wie ein Wasserrohrbruch.“ Kein Wunder, schließlich gibt der irische Sänger an diesem Donnerstagabend in der Kultkneipe Vollgas: Er springt auf der kleinen Bühne hin und her, animiert die Zuhörer zum Mitklatschen, fordert die Fans immer wieder auf, die Hände in die Höhe zu reißen und singt voller Hingabe Hits wie „Is it Love?“, „Can’t Say No“ oder „Kiss Me“. Aber auch vor der Bühne herrschen tropische Temperaturen, als sich aus dem betitelten Gaststuben-Konzert, das der Ulmer Radiosender Radio7 organisiert hat, nach und nach eine riesige Party entwickelt.

Rea Garvey sorgt in Bellenberg für Stimmung

„Wir sind heute hier, um Party zu machen“, fordert dann auch der 45-jährige Sänger die Zuschauer direkt auf, zu feiern – die Menge grölt. Er sei mit seiner Band gerade auf Tournee und da sei immer „ganz viel Viel“, so der Ire. Er freue sich deshalb umso mehr, in kleinen Kneipen wie der Bellenberger Traube wieder an seine musikalischen Anfänge anknüpfen zu können. „Das sind solche Orte, an denen man spielen will. Da kann man abfeiern.“ Wieder Jubelrufe aus dem Publikum. Garvey weiß an diesem Abend einfach, wie er die Fans begeistern kann – nicht nur mit seinen Liedern sondern auch mit seiner Persönlichkeit.

Rea Garvey trat in der Traube in Bellenberg vor rund 150 Fans auf.

Denn der Songwriter präsentiert sich von der ersten Sekunde des Konzerts an als ein Popstar zum Anfassen, im wahrsten Sinne des Wortes. Ohne Berührungsängste bahnt er sich bereits vor seinem Auftritt den Weg zur Bühne durch die Zuschauermenge. Und auch auf der Erhöhung wirkt der internationale Star bodenständig, sympathisch und vor allem authentisch. Keine Sicherheitskräfte, Bauzäune oder Absperrbänder trennen den 45-Jährigen von seinen Fans, die nur wenige Zentimeter vor ihm stehen. Das Konzert, so fühlt es sich jedenfalls an, findet in „seiner“ Gaststube zu Hause statt.

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Rea Garvey holt in Bellenberg Fan mit auf die Bühne

Und so verwundert es nicht, dass er prompt wohl einen seiner jüngsten Anhänger auf die Bühne holt. Die neunjährige Sara aus Sontheim an der Brenz ist, wie sie nach dem Konzert sagt, ein riesengroßer Rea-Garvey-Fan. Vor wenigen Tagen hatte sie ihr großes Idol bereits mit ihrer Mutter in der Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm gesehen, allerdings aus etlichen Metern Entfernung. Nun aber kann die Neunjährige Garvey mal ganz nah sein. Und diese Chance lässt sie nicht ungenutzt: Sie hat ein Bild mit Federn, gezeichneten Blumen und Schmetterlingen für den Sänger gebastelt und überreicht es ihm. Garvey zögert gar nicht lange und holt die kleine Sara auf die Bühne neben sich ans Mikrofon. Wieder hat Garvey damit einen Nerv des Publikums getroffen: Die Menge grölt, Sara wird gefeiert wie der Star selbst. „Heute ist internationaler Mädchentag. Du bis unser Mädchen heute Sara“, sagt der Ire, selbst sichtlich gerührt vom Geschenk.

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Rea Garvey begeistert in der Traube in Bellenberg die Fans
Bild: Madeleine Schuster

Nicht weniger gefeiert wird an diesem Abend Christina Riegel, die Wirtin der Traube, die immer wieder zwischen den Zuschauern, dem Bartresen und dem Biergarten hin und her huscht. „Wir lieben dich Chrissi. Typen wie ich brauchen solche Kneipen“, ruft der Sänger in Richtung der quirligen Blondine, ehe er zu seinen letzten Songs an diesem Konzert ansetzt. Nicht fehlen darf da der Titel „Oh My Love“, den er mit akustischer Gitarre begleitet.

Rea-Garvey-Konzert in Bellenberg: 150 Fans sind dabei

Garvey gelingt es so, „seine“ Gaststuben-Gäste erst zum Feiern und dann wieder zum Entspannen zu bringen – vor allem mit seinem letzten Lied „It’s a Good Life“. „Ich bringe euch jetzt wieder runter“, sagt er.

Die Zuhörer, die die 150 Karten wie berichtet von Radio7 bekommen haben, zeigen sich begeistert. „Es ist einfach super. Aber so geschwitzt habe ich hier noch nie“, meint etwa Bea Wenzel aus Senden, die mit ihrer Tochter da ist. Aber nicht nur in der Traube, sondern auch im dazugehörigen Biergarten ist Konzertstimmung angesagt. Um die 250 Menschen, die keine Karten gewonnen haben, sollen dort sein, schätzt Wirtin Christina Riegel. Seit sieben Jahren betreibt sie die Kneipe, Rea Garvey hat sie vorher noch nie live gesehen. „Ich bin sehr zufrieden, es hat alles wunderbar funktioniert.“ Ob ihre Kneipe noch einmal für ein Gaststuben-Konzert nominiert werde, wisse sie nicht. „Aber vielleicht klappt es ja mal wieder.“ Der irische Sänger Rea Garvey jedenfalls ist sich sicher: „Ich bin das erste Mal hier und es wird definitiv nicht das letzte Mal sein.“

Besuch von Stars wird am Dienstag auch der zwölfjährige Adrian aus Bellenberg bekommen. Wie es dazu kommt, lesen Sie hier: Bub spendet seine Haare: Jetzt bekommt er Besuch von "The BossHoss"

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